Abschottung, Tag 53

Abschottung, Tag 53

Die Nacht war höchstbescheiden. Aber der Schreibtisch quillt über. Ich fasse also morgens einen Entschluss: Ich begebe mich in Klausur. Um der Arbeit und dem Kind heute auch ansatzweise gerecht zu werden, gucke ich nur bewusst in die e-Mails (und habe sie nicht im Hintergrund laufen) und Teams wird gar nicht erst angemacht. Das sind zwei fiese Zeitfresser und Arbeitsunterbrecher. So komme ich tatsächlich zu einigem. Die Telko am Nachmittag hätte ich mir auch sparen können. Meine Laune ist danach etwas im Arsch.

Aber eigentlich war sie das auch schon davor. Denn das Kind hatte einen Termin beim Kieferorthopäden und kam von diesem höchst aufgebracht wieder. Ich versuchte daraufhin dort anzurufen, aber komme nicht durch. Daher schreibe ich eine e-Mail. Ich bekomme erstaunlich schnell eine e-Mail zurück, woraufhin ich telefonisch direkt durchkommen. hmhm. Auf jeden Fall fallen Worte wie „Rufschädigung“ und ich bin ob der Kritikfähigkeit etwas … irritiert.

Meine Konzentration lässt nach und ich muss mich hinlegen, aber vorher setze ich noch den Flammkuchenteig an. Dabei klingelt die Tür und das – vom Kind heißersehnte – neue Tablet wird gebracht. Aber ich muss mich dann wirklich erstmal hinlegen: Also starte ich zum x-ten Mal „Die unendliche Geschichte“ als Hörbuch* und lege mich auf den Fakir. Als ich nach knapp einer Stunde erholt bin, skypt das Kind gerade mit seiner Oma. Ich bereite den Rest für die Flammkuchen vor. Weil das Kind zocken will, spreche ich kurz noch mit meiner Mutter: Das Kind hat ihr sein Herz hinsichtlich dem Kv ausgeschüttet. Es freut mich, dass er ihr so vertraut und sie als Ansprechpartnerin für sowas wahrnimmt.

Ich kümmere mich um den Flammkuchen, der RB kommt nach Hause. Das Kind packt sein Tablet aus und wir starten die Installation parallel zu allem anderen. So haben wir nun Family Link und das Kind nicht nur eine, sondern zwei eigene e-Mail-Adressen. Ich installierte noch mit dem Kind, als die #CorotäneKneipe losging und zwischendurch saß ein kleine Wutzwerg neben mir, da er auf dem Tablet nun nicht mehr an YouTube rankommt. Upsi.

Die Kneipe war wieder unterhaltsam und eine schöne Abwechselung. Um Mitternacht sagen wir ein sehr latentes Geburtstagsständchen für Herrn Rabe.

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* Ich habe es ja nicht wirklich so mit Hörspielen, aber Die unendliche Geschichte von Rufus Beck gelesen in Kombination mit dem Fakir ist ein Einschlafgarant. Mit der folge, dass ich bislang nicht viel weitergekommen, bin als dass Bastian ins Antiquariat stürmt.

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