Tag 100 seit der Abschottung

Tag 100 seit der Abschottung

Die Hundert ist voll. Uff. Und ich fürchte, dass ich auch die 200 schaffen werde. Dennoch werde ich morgen die Zählweise ändern.

Der Tag fing mit einer Mutprobe an. Ach nee, stimmt nicht. Er fing an mit einem kuschelndem Kind, das mir Tee ans Bett brachte. Allerdings endete das Kuscheln jäh, weil mich daran erinnerte, dass ich heute ja mittels App das perfekte Frühstücksei kocken wollte. Ich sprang quasi auf. Musste allerdings kurz ins Bad. Tadaa und da wartete die Mutprobe auf mich: Unter unserem Heizkörper hockte eine Spinne. Und zwar eine Hauswinkelspinne.

Ich verließ das Bad. Holte einen Becher und hoffte, dass die Spinne nicht ihren Platz verlassen hatte. Hatte sie zum Glück nicht und so fing ich sie erstmal ein. Den Rest musste durfte der RB erledigen.

Dann kochte ich die perfekten Frühstückseier – mittels App.

Der RB war sehr glücklich, dass er endlich mal wieder Brot ins Ei stippen konnte. Yeah. Fakeehe gerettet 😀

Anschließen hieß es Wandersachen anziehen, Proviant einpacken und los.

Das war eine schöne Tour, wenn auch deutlich anstrengender* als die vorherigen: Sie war zwar kürzer, aber es ging mehr hoch und runter. Wir machten viele Pausen und war so insgesamt gut 5 Stunden unterwegs.

So waren wir erst um 20h30 wieder zu Hause, aber da wir grillen wollten und das ja dank Herrn Weber schnell geht, war es auch nicht schlimm, dass wir heute nicht bestellt hatten.

Das wäre ein wirklich schöner Tag gewesen, wenn nicht über allem dem Kv seine Hirnrissigkeit schweben würde. Denn ich sah im Laufe des Tages eine Nachricht von ihm, in der er klar machte, dass er nicht akzeptieren wird, wenn das Kind nicht in den Sommerferien zu ihm will. Das Kind will nicht. Und wenn der Kv schreibt, dass er den Grund nicht akzeptiert, dann will das Kind erst recht nicht. Und das Kind leidet. Er leidet darunter, diese Entscheidung überhaupt fällen zu müssen. Er leidet unter dem fehlenden Respekt und der fehlenden Fürsorge. Was macht das mit einem Kind, wenn es so demonstriert bekommt, dass sein Willen nicht zählt, dass seine Ängste und Sorgen nicht ernst genommen werden?

Unmittelbar habe ich ein Kind hier, das Bauchschmerzen hat. Das nicht gut einschlafen kann. Das viel Nähe braucht.

Das alles sieht der Kv nicht. Das interessiert ihn auch nicht.

Und auffangen darfkannmuss ich das alles. ICH WILL DAS NICHT!**

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* Vielleicht machte sich – zumindest bei mir – auch noch das Blutspenden bemerkbar.

** Nur um das klarzustellen: Es geht mir nicht drum, dass ich nicht für mein Kind da sein will, aber ich bin es leid, immer wieder von Außen dazu gedrängt zu werden, eine zerschlagene Kinderseele zu kitten.

2 Gedanken zu „Tag 100 seit der Abschottung

  1. Ich habe mich aus Gründen von meiner Familie getrennt. Mein Sohn war 16 Jahre alt, vermutlich älter, als dein „Kind“ jetzt ist. Ich habe meinen Sohn nie gedrängt, mich zu besuchen bzw. mich mit ihm zu treffen. Als Vater, oder auch Mutter, sollte man sein Kind, egal wie alt es ist, in dem Lebensumfeld belassen, in dem es großgeworden ist und nicht zu irgendwas zwingen, was es nicht möchte, auch wenn es der Vater gern möchte. Ich habe meinen Sohn seinerzeit sehr vermisst. Wir sind gute Freunde geblieben, auch das Verhältnis zu meinem Mann einerseits und zu seiner Frau andererseits ist toll. Was will man mehr?! Es scheint mir, als wenn der Vater deines Kindes sehr egoistisch ist, nicht gerade zum Wohl des Kindes.

    1. Nein, das Wohl des Kindes steht nicht im Vordergrund des Kindsvaters.
      Das Kind ist bzw. war prinzipiell gerne in den Ferien bei seinem Vater. Aber die akute Aluhutitis inkl. Pandemieleugnung führen dazu, dass das Kind sich nicht sicher fühlt, wenn er hinfährt. Dass er diese Angst nicht ernst nimmt, passt zum anderen, macht es aber fürs Kind noch schwerer, Vertrauen zu haben.
      Und der Kv wird es niemals verstehen (wollen), was er seinem Kind gerade antut.

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