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Tag: 19. Juni 2020

Tag 98 seit der Abschottung

Tag 98 seit der Abschottung

Der Tag fing – freiwillig – früher an als sonst. Obwohl ich für heute sogar FREItag angekündigt hatte. Aber ich wolltemusste gegen 9h15 am Bahnhof sein.

Vorher musste ich aber noch kurz in den Supermarkt und zur Bäckerei. Zum Glück geht es mit der U-Bahn schnell zum Bahnhof. Nach kurzer Ankunftsabstimmung mit Frau Rabe holte ich einen Kaffee und wartete dann am Gleis mit einem Frühstücks-Carepaket.

Denn wer will schon nach einem sehr frühen Flug zwischen zwei Zügen noch hungrig und müde Proviant für die Weiterfahrt jagen.

Ich wartete mit ihr auf ihren Anschlusszug. Wie schon letztens bei Jette war es sehr schön, sich mal wieder in Echt gesehen zu haben. Wenn auch nur kurz.*

Dann fuhr ich nach Hause, holte Brötchen und frühstückte mit den Mitbewohnern.

Bereits auf der Rückfahrt vom Bahnhof hatte mich der Kv per Messenger gefragt, was denn nun mit den Sommerferien sei. Tja, der letzte Stand war, dass das Kind nicht hin will. Bei Frühstück fragte ich das Kind nach seiner Meinung: Nein, er will weiterhin nicht hin. Also kontaktierte er nach dem Frühstück direkt den Kv („ich mach’s lieber gleich“) und teilte ihm seine Entscheidung mit. Die Reaktion war nicht unerwartet, aber dennoch kacke, weil Gaslighting par excellence: Das wäre nicht so gemeint gewesen. Das Kind habe da was falsch verstanden.**

Während das Kind skypte, setzte ich mich doch kurz an den Rechner und klärte ein paar Dinge.*** Dann musste ich los, da ich einen Blutspendetermin hatte. Das Kind konnte ich nur kurz drücken und beruhigen. Aber der RB war zum Glück da.

Auf dem Rückweg von der Blutspende entdeckte ich eine Eis-Spende via paypal. Zu Hause machte ich kurz das eine Projekt fertig.*** Dann scheuchte ich das Kind zum Eisessen auf. Ich erzählte ihm von der Spende und er war sehr gerührt. Als wir losgehen wollten, kam gerade der RB nach Hause und wir gingen zu dritt.

Vielen Dank, liebe Spenderin!

Wieder zu Hause merkte ich, dass der Tag bisher doch etwas anstrengend war, und legte mich hin. Der RB ging einkaufen. Das Kind daddelte.

Als ich wieder wach war, kochten wir Essen. Dabei ging das Drama mit dem Kv weiter. In einer WA an mich zog er die Sorgen des Kindes ins Lächerliche und bezeichnete sie als délire (Wahn).**** Schade, dass er belegen muss, dass die Entscheidung vom Kind richtig ist.

Nach dem Essen war wieder #CorotäneKneipe. (Ach, das ist schon schön mit euch allen.)

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* Und pssst, wir haben uns zur Begrüßung und Verabschiedung umarmt.

** Ich könnte echt kotzen, denn wie oft musste ich mir genau diese Sätze anhören. Also auf mich bezogen natürlich.

*** Lieber mache ich es heute fertig, als das ich mich am Montag nochmal mit dem Kleinkram stressen muss.

**** Unter diesen Umständen diskutiere ich gar nicht mehr mit diesem Mensch. Soll er doch vor Gericht ziehen.