X-1 Tag bis Lockdown

X-1 Tag bis Lockdown

#ClosedAdvent (12)

Ich schlafe schlecht ein. Was klar war nach den drei Stunden komatösen Schlaf. Außerdem habe ich Kopfschmerzen, als ich einschlafe und wache auch mit ihnen auf. Der RB bringt mir Tee ans Bett. Ich wabere so in den Tag. Ich kann aber nicht länger schlafen, denn ich habe heute eine Mission.

Aber erstmal habe ich ein Gespräch mit dem Kind. Wir reden darüber, was gestern Abend passiert ist. Und was generell mit ihm los ist. Warum das passiert, was gestern zu dem Eklat geführt hat. Uff, uff, uff. Er macht sich das Leben so schwer und er nimmt es auch so schwer. Und gleichzeitig ist da eine starke Resilienz. Das wird noch ein langer schwieriger Weg für ihn.

Dann brach ich auf zu meiner Mission: Covid-19 ist im Freundinnenkreis angekommen. Freundin A ist infiziert. Sie wohnt um die Ecke. Daher hatte ich ihr angeboten, sie zu versorgen. Ob der Entwicklungen und Gerüchte in den letzten Tagen hinsichtlich Lockdown hatte ich ja ein wenig Angst einkaufen zu gehen. Aber mit FFP2-Maske über Mund und Nase sowie guter Musik in den Ohren fühlte ich mich gewappnet. Es war erstaunlich entspannt im Supermarkt. Alle trugen Masken. Abstandhalten ist halt etwas schwer in den engen Gängen. Interessanterweise gab es keinen Cheddar – in keiner Form. Aber sonst fand ich alles. Und auch an der Kasse ging es schnell.

Ich holte noch schnell das Keks-Päckchen für Freundin A. (Quarantäne ist ja kein Grund nicht am digitalen #BAdventskaffee teilzunehmen. Vielleicht sogar ein Grund mehr.). Dann brachte ich ihr alles bis zur Wohnungstür.

Völlig kontaktfrei. Blickkontakt hatten wir nur vom Bürgersteig über den Vorgarten hinweg. Drücken wir ihr die Daumen, dass die Infektion sowohl kurz- als auch langfristig glimpflich verläuft.

Als ich nach Hause kam, klatschten das Kind und ich uns ab. Er ging raus, um im Park zu spielen. Er hatte sich verabredet. Und da er sich so schwer tut mit Kontakten, muss ich ihm das trotz Pandemie erlauben. Während er weg ist, kümmere ich mich mit Kassiopeia ums Abendessen und dann darum, dass das Kind noch ein paar coole Geschenke zum #NixMas bekommt. Und ein paar warme Sachen zum Anziehen. Außerdem brauche ich ein paar Langarmshirts.

Das Kind kommt wieder und wir packen Kekspäckchen: Für meine Eltern, für den Vater vom RB und noch für eine befreundete Familie. Dem Kind war es wichtig da auch noch Kekse vorbeizubringen. Ich nutze die Gelegenheit, um die restlichen Kekse weiter zusammenzupacken und nun haben wir „nur“ noch drei gefüllte Keksdosen.

Eine der wenigen sinnvollen Daseinsberechtigungen von Washi-Tape: Beschriftung der Keksdosen

Und dann ist auch schon der RB wieder zu Hause und wir essen. Beim Essen versucht uns das Kind die Geschichte von Abraham zu erzählen und es ist schon erstaunlich, wie wortgetreu er sich Geschichten merken kann. Und fahren die Wörter oder nur einzelne Buchstaben Karussell und es wird krude. Das kann anstrengend sein, aber auch sehr lustig. Das war es zumindest heute Abend. Das Kind hatte zum Schluss Bauchschmerzen vor Lachen.

Auch wenn das nichts mit dem Lachflash vom Kind zu tun hat, aber hier noch ein Witz, den das Kind heute erzählte:

Treffen sich zwei Polarbären. Fragt der eine den anderen: „Und was geht?“ Antwortet der andere: „Ich würde gerne mal wieder Schlittschuhlaufen.“ Sagt der eine: „Das müssen wir erstmal auf Eis legen.“

Ich vermute, dass etwas zu dem Witz passt. Womöglich ein Bild. Dennoch ist es einer der besseren Witze.

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