Ausgeflippt

Ausgeflippt

#ClosedAdvent (6)

Der Tag beginnt sehr unadventlich und unnikolausig. Er beginnt damit, dass das Kind um 9h15 zum ersten Mal angetapert kommt und die Fernbedienungen* will. Aaaargh, ich flippe aus und werfe das Kind verbal aus dem Zimmer. Ja, natürlich bin ich auch selbst schuld, dass ich um 9h15 noch nicht ansprechbar bin, aber verdammich ich bin nunmal eine Eule und am Wochenende will ich ausschlafen. Und mal ehrlich: Das Kind hat drölf Millionen Spielsachen in seinem Zimmer, Bücher, Hörspiele. Der könnte sich beschäftigen. Er könnte auch ausschlafen**.

Um 10h30 klingelt mein Wecker, weil ich ihn nicht ausgemacht hatte. Das nutzt das Kind, um erneut nach den Fernbedienungen zu fragen. Ja, ich könnte aufstehen, aber dieses Wecken findet in einer so fiesen Schlafphase statt, dass ich nicht in der Lage bin aufzustehen. Das Kind trollt sich.

Zumindest für 45 Minuten.  Dann braucht er ganz dringend und unbedingt sofort die Fernbedienungen. Da flippe ich aus. Und nein, ich flippe nicht aus, weil er mich weckt. Ich flippe aus, weil dieses Kind wieder mal total im Bildschirm-Rausch ist und es trotz Nikolausgeschenken und diversester Spielsachen nicht schafft, sich ohne ein elektronisches Device zu beschäftigen. Ich flippe durch die Wohnung und kassiere die Adventskalender und Nikolausgeschenke ein. Dann sehe ich, dass das Kind nicht nur seine Nikolausgeschenke reingeholt hat, sondern gleich alle Schuhe geplündert hat. Ich flippe nochmal rum.

Dann frühstücke ich mit dem RB. Das Kind möchte ich (erstmal) nicht dabei haben.

Irgendwann habe ich mich abgeregt.

Der Rest des Tages verläuft unaufgeregt. Das Kind geht irgendwann raus. Der RB geht auch kurz raus. Ich räume auf, kümmere mich um Krempel und dekoriere ein bisschen die Wohnung.

Zwischendrin machen wir eine #BAdventskaffee-Generalprobe:

Keks-Qualitätstest mit Glögg***

Dann telefoniere ich mit meiner Mutter. Wir essen Bestelltes und vom RB Abgeholtes. Das Kind geht relativ früh ins Bett. Ich nutze den ruhigen Abend, um mich um ein paar Kisten des Grauens zu kümmern. Uff, es wird.

Das Kind war übrigens so ganz ohne Device und mit einer Runde draußen durchaus ausgeglichener als an digital intensiven Tagen.

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* Zum Fernsehen braucht eine bei uns mindestens zwei Fernbedienungen, wenn Gestreamtes geguckt werden soll, dann braucht es eine dritte.

** Wobei da (noch) die Gefahr besteht, dass ihm das seinen Schlafrhythmus kaputt macht.

*** für die Erwachsenen, das Kind hat warmen Traubensaft

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