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Tag: 20. März 2020

Abschottung, Tag 7

Abschottung, Tag 7

Ich muss andere Routinen finden. Ich hänge zu sehr an Rechnern. Wahlweise am Arbeits- oder Privatrechner. Möglicherweise war „alles“ besser, als ich nur einen Rechner nutzte. Möglicherweise muss ich mich auch „nur“ mehr disziplinieren.

Vielleicht Vermutlich muss ich auch einfach akzeptieren, dass HomeOffice mit Kind halt doch anderes ist als normales HomeOffice.

Ich war heute nicht draußen. Das war auch nicht gut. Wenigstens war das Kind draußen. Eine Runde mit dem Roller durchs Viertel. Ich weiß, dass ich mich darauf verlassen kann, dass er bei keinem klingelt oder gar irgendwen ableckt.

Zwei Wochenaufgaben konnten wir bereits den Lehrkräften schicken. Bei einem Fach wird alles gebündelt am Ende der Zeit eingesammelt, wenn sie wieder in der Schule sind. Ein Fach steht noch aus.

Ich merke, dass es mir leichter fällt, mit meinen SocialMedia-affinen Freundinnen Kontakt zu halten.

Wirklich widerlich finde ich die Menschen, die die aktuelle Situation ausnutzen. Sich als GesundheitsamtFeuerwehrSonstigeInstanz ausgeben, um verunsicherte Menschen auszunutzen. Wo kommt so viel Böses im Menschen her?

Böse, naja, vielleicht auch einfach nur grundunzufrieden mit dem eigenen Leben, sind auch die Menschen, die andere Mitmenschen fragen, ob sie den Arsch offen hätten, nur weil sie ihr kleines Geschäft – unter deutlich verschärften Hygieneauflagen – weiterhin offen haben. Ich habe viel Verständnis für Angst und Unsicherheit in der aktuellen Situation, aber das ist kein Grund Leute, die eine auch noch persönlich kennt, so anzugehen.

Am Abend ist wieder Twitter-Kneipe und passend dazu wird der RB aus der potentiellen RL-Stamm-Kneipe Essen besorgen (Ausgabe übers Fenster und nur nach Vorbestellung).

In diesem Sinne:

Bleibt zu Hause,
wascht Euch regelmäßig die Hände (singt dazu, was ihr wollt, Hauptsache 30 Sekunden),
leckt die Nachbarin nicht ab (außer sie ist ein Primärkontakt).