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Tag: 17. März 2020

Abschottung, Tag 4

Abschottung, Tag 4

Ist es das, was das Kind braucht?! Ganz klare Strukturen?? Seit ca. 8h00 war er vermutlich wach, schaffte es aber sich erstmal selbst zu beschäftigen. Gegen 8h30 kam er zu mir. Um 8h45 klingelte mein Wecker. Ich wurde langsam wach. Das Kind war hochmotiviert und hatte schon Rührei vorbereitet. Während ich aufstand, hörte ich wie er die Kaffeebohnen für den RB mahlte. Er war ganz aufgeregt. Gegen 9h30 saß ich am Tisch und guckte kurz in den Arbeitsrechner. Das Kind rührte Rührei und sah seinen Zeitplan schon am ersten Tag an die Wand fahren. Sollte er doch von 10-12 Uhr Englischaufgaben bearbeiten.

Um 9h45 saßen dann alle am Frühstückstisch und um 10h05 saß das Kind am Schreibtisch. Ich saß am Rechner. Der RB auch. Ich arbeitete Dinge ab. Das Kind lernte, wie er mit einem Wörterbuch umgeht. Ich hoffe, dass das Kind am Ende dieser Zeit nochmal einen deutlichen Schub in Richtung Selbstlernen und Selbstorganisation gemacht haben wird.

Ich arbeitete weiter. Der RB fuhr in den Landen. Das Kind hielt sich recht penibel an seinen Zeitplan. „Gestört“ wurde er nur von seinem Termin beim Kieferorthopäden, den wir nicht im Zeitraster bedacht hatten. Zum Glück ist das Kind (noch) flexibel genug und der Termin dauert auch nur 30 Minuten (also von Losgehen bis Wiederkommen). Dann folgte er weiter seinem Plan und ich arbeitete immer noch.

Um 17h30 ging nichts mehr bei mir. Der Stecker war gezogen (vermutlich eine Mischung aus nicht ganz so gutem und ganz ausreichendem Nachtschlaf + zu wenig getrunken). Ich legte mich auf den Fakir und war binnen Sekunden eingeschlafen. Um 18h30 wurde ich wieder wach und um 19h00 kochte für das Kind und mich. Das Essen war zwar vor 20h00 fertig, aber halt so knapp, dass ich die Twitterkneipe kauend öffnen musste. Aber so ist das halt in der Kneipe: Die einen essen, die anderen trinken, weitere rauchen. Die Leute kommen und gehen. Es ist unterhaltsam, es ist wunderbar durchmischt.

Voll besetzte Twitterkneipe

Ach, danke, ihr Lieben, die ihr dabei wart, für den schönen Abend. Das machen wir jetzt öfter, damit uns die Abschottung nicht so sehr entsozialisiert. Ich freue mich schon aufs nächste Mal!