Wahl verschoben

Wahl verschoben

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Naja, nach der großen Bundestagswahl hätte die kleine Wahl der Elternbeirätin in der neuen Klasse des Kindes stattfinden sollen. Und ich hatte mir vorgenommen, mich nicht wählen zu lassen. Ich war jetzt 6 Jahre lang Elternbeirätin und ich bin retrospektiv nicht ganz sicher, wie gut oder schlecht das fürs Kind war. Denn ich fürchte stark, dass es Lehrkräfte nicht immer schaffen Elternbeirätin von Elter von Kind zu trennen und dann nörgelt halt doch nur Elter von Kind und nicht die Elternbeirätin und schwubbs, steckt das Kind in der falschen Schublade. Und ich bin ja auch nicht unbedingt für meine Diplomatie bekannt.

Der Elternabend lief aber irgendwie speziell, denn es fühlte sich an, als würden sich alle das erste Mal sehen. Selbst Eltern, die sich schon länger kennen eierten zwischen Du und Sie rum. Die Klassenlejkraft war definitiv ganz neu – an der Schule und in der Klasse. 5 neue Schülerinnen hat die Klasse bekommen, jede von einem Elter vertreten.

Die vergangenen zwei Schuljahre scheinen nicht gut gelaufen zu sein. So ganz konnte ich nicht durchdringen, warum. Zumindest wetterten die amtierenden Elternbeirätinnen, dass sie ihr Amt auf jeden Fall niederlegen wollen, weil ihre Kinder darunter leiden würden. Es war etwas kompliziert rauszubekommen, dass das „Leiden“ nicht durch Lehrkräfte, sondern durch Mitschülerinnen verursacht wurde. Ich will das nicht in Abrede stellen, aber ich kann mir nicht vorstellen, warum und wie die Mitschülerinnen das gegen die Kinder verwendet haben. Vielleicht komme ich noch dahinter.

Tja, und bis dahin müssen die beiden amtierenden Elternvertreterinnen das Amt weiter ausüben. Ich habe mir ein halbes Jahr Beobachtungszeit erbeten, bevor ich mich zur Wahl aufstellen lasse.

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