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Tag: 11. September 2021

Feuchtgebiete

Feuchtgebiete

Als ich Richtung Baumarkt fuhr, sah ich fette graue Wolken, die nichts Gutes versprachen. Ich dachte noch: „Oh, hoffentlich kommt das nicht runter, wenn die Kommode angeholt wird.“

Dass es runterkommen könnte, wenn ich mich draußen bewegen muss, habe ich nicht gedacht.

Ich holte meinen Zuschnitt ab und suchte noch Kleinkram im Baumarkt. Plan war eigentlich, danach nur kurz zum Möbelschweden, um Rahmen (für Bilder, keine Nudelsuppe) zu kaufen.

Als ich aber gezahlt hatte und Richtung Ausgang schob, fuhr ich fast ein paar Leuten auf, denn es hatte sich im Ausgangsbereich ein Stau entwickelt. Keine traute sich unter dem Vordach hervor, denn der Himmel kam gerade runter. Und zwar so dermaßen, dass das Wasser nicht vom Parkplatz ablaufen konnte.

Als der Regen nach 10 Minuten etwas weniger wurde, stand das Wasser auf dem Parkplatz so hoch, dass ich mir meine Schuhe ruiniert hätte. Also zog ich sie kurzerhand aus und watete zum Auto.

Zuletzt bin ich barfuß durchs regenüberflutete Paris gelaufen. Das war 1994.

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Nach einem etwas unrunden Spätnachmittag mit dem Kind, an dem wir aber wenigstens zusammen die eine Wand gestrichen haben, verzog er sich auf sein 2-Meter-Hochbett.

Mit etwas zu trinken.

In einer Glasflasche, denn hier gibt es im Normalfall alle Getränke in Glasflaschen.

Es kam, wie ich es schon seit Tagen vorhergesehen habe: Die volle Wasserflasche fiel vom Bett und zerbarst.

Da war es vorbei mit gemütlich. Ich war not amused und das Kind lernte, wie weit Splitter sich verteilen können, dass Wasser in und unter alles fließt, was ihm im Weg ist. Er weiß jetzt, was so ein Mist für eine Arbeit nach sich zieht und dass wir dafür keine Heinzelmenschen haben. Und dass es gar nichts bringt, sich unfähig anzustellen, denn dann werde ich noch weniger amused und das will hier eigentlich keine.

Morgen bleibt es hoffentlich trocken.