Artikel 5

Artikel 5

Ich finde ja, dass wir viel zu lange AfD-Wählerinnen nicht als das benannt haben, was sie sind: Nazis!
Sie als besorgte Bürgerinnen zu verstehen, hat zu genau was geführt?! Nichts.

Nein, das stimmt nicht. Zu nichts hat es nicht geführt, wie Frau Rabe so richtig anmerkte. Es hat dazu geführt, dass zu vieles, was vor ein paar Jahren noch eindeutig rassistisch oder faschistisch geächtet worden wäre, heute als normal toleriert wird. Grenzverschiebungen. Stück für Stück nach rechts. „Man wird ja doch noch sagen dürfen…“

Mit Blick auf Artikel 5 des GG ist das grundlegend nicht falsch, aber der gleiche Artikel sieht vor, dass es auch andere Meinungen geben kann und soll. Meinungsfreiheit ist nämlich nicht Meinungshoheit.

Allerdings hat jede Freiheit ihre Grenzen und endet spätestens dann, wenn die Freiheit eines anderen eingeschränkt bzw. bedroht wird oder – ganz allgemein – wenn ich anderen Menschen Schaden zufüge.

Und natürlich muss ich mich fragen, ob ich mit der Aussage „AfD-Wählerinnen sind Nazis“ irgendwem schade, beleidige oder verleumde.

Vielleicht.

Aber ich werde es weiter sagen. Wer sich davon angegriffen fühlt, weil sie die Blaubraunen gewählt hat, ist herzlich dazu eingeladen, darüber nachzudenken.

Der Rechtsruck bei der AfD ist so offensichtlich, dass ich keiner mehr abnehme, diese Partei aus Protest zu wählen. Wer im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte ist, kann verstehen, was die AfD will und wo sie steht. Daher muss eine davon ausgehen, dass erwachsene Menschen wissen, wo sie ihr Kreuz machen und das halt auch ganz bewusst.

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