Schule, die zweite

Schule, die zweite

Heute war für den midi-monsieur, wobei er heute ganz auf Junior-RudeBoy machte mit Polohemd, auf dem gut zu lesen „Love Rugby -Hate Racism“ steht, und Stahlkappen-Docs*, Einschulung an der weiterführenden Schule. Trotz Gymnasialempfehlung habe ich ihn auf einer Gesamtschule angemeldet. Ganz bewusst und gewollt. Weil ich Gesamtschule generell großartig finde und für mein Kind quasi perfekt.

Er wird seinen Weg machen, das weiß ich. Und heute hatte ich endlich mal wieder nachhaltig das Gefühl, dass er Lehrkräfte haben wird, die ihn dabei mit Herzblut begleiten werden…

Die Fabel der Tierschule

Es gab einmal eine Zeit, da hatten die Tiere eine Schule.

Der Stundenplan bestand für alle Tiere aus Rennen, Klettern, Fliegen und Schwimmen.

Die Ente war gut im Schwimmen, besser sogar als ihr Lehrer. Im Fliegen war sie durchschnittlich, aber im Rennen war sie ein völlig hoffnungsloser Fall. Weil sie darin so schlechte Noten hatte, musste sie nachsitzen und das Schwimmen ausfallen lassen, um das Rennen zu üben.
Das tat sie so lange, bis sie im Schwimmen nur noch Durchschnitt war. Da aber durchschnittliche Noten akzeptabel sind, machte sich niemand ausser ihr darüber Gedanken.

Der Adler erwies sich als Problemschüler. Weil er auf seiner eigenen Methode bestand, wurde er unnachsichtig und streng gemaßregelt, obwohl er im Fliegen alle anderen schlug.

Der Hase war anfänglich im Laufen an der Spitze der Klasse. Aber er bekam einen Nerven-zusammenbruch wegen des Nachhilfeunterrichts im Schwimmen und musste von der Schule abgehen.

Das Eichhörnchen war Klassenbester im Klettern. Aber sein Fachlehrer ließ es immer vom Waldboden nach oben klettern, anstatt vom Baumwipfel nach unten. Das Hörnchen bekam einen riesigen Muskelkater und dadurch immer mehr „Dreien“ im Klettern und „Fünfen“ im Rennen.

Die Präriehunde, mit viel Sinn fürs Praktische begabt, liessen ihre Kinder vom Dachs privat unterrichten, weil das Schulamt es ablehnte, das Fach Buddeln in den Stundenplan aufzunehmen.

Am Ende der Schulzeit hielt ein anormaler Aal, der gut schwimmen und etwas rennen, klettern und fliegen konnte, als SCHULBESTER die Festansprache.

Autor des englischen Originals : G.H.Reavis, Assistant Superintendent of Schools, Cincinnati, Ohio, Appeared in Clearing House, 1937

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* Ich fand es im Übrigen sehr mutig, sich direkt so zu positionieren. Dazu durfte ich ihm heute auch noch die Haare auf 3mm stutzen.

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