Beherrschung

Beherrschung

Es hat mich heute sehr viel Beherrschung gekostet, bei Kilometer 28 nicht ganz laut zu fluchen. Ein paar Meter zuvor hatte es sich schon angekündigt. Der rechte Oberschenkelmuskel machte Andeutungen, ziemlich gleich zuzugehen (ich bin mir nicht sicher, ob das ein Krampf ist, es fühlt sich anders an). Also machte ich den Fuss aus dem Cleat, um das Bein auszuschütteln. Doch dabei deutete der linke Oberschenkelmuskel an, ebenfalls gleich zuzugehen. Gut, dass der rechte Fuß schon vom Pedal gelöst war. Vermutlich wäre ich sonst vom Rad gefallen, denn beide Muskel waren in dem Moment, in dem ich zum Absteigen bremste, zu. Da ging gar nichts mehr. Irgendwie kam ich vom Rad und dann musste ich warten. Vorsichtig massieren. Kleine Bewegungen. Trinken. Essen. Vorsichtig massieren. Kleine Bewegungen. Nach ein paar Minuten ging es dann wieder. Ich schob das Rad den Rest der kleinen Steigung hoch und schwang mich dann wieder aufs Rad. Ich versuchte, nicht zu viel zu powern. ABER dabei kann ich mich halt nur schwer beherrschen. Da war es ganz gut, dass bei Kilometer 32 eine U-Bahn-Haltestelle war, an der ich in „meine“ U-Bahn eingesteigen konnte. Es war zwar nur eine Haltestelle weit, aber es ersparte mir die Ansteigung nach Hause. (Zum Glück kann ich mich dahingehend mittlerweile gut beherrschen, dass ich niemandem was auf dem Rad beweisen muss.)

Aber ansonsten war es eine tolle Tour.

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