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Tag: 20. Januar 2020

Entzauberung

Entzauberung

Das Kind besitzt einige Kuscheltiere, allerdings gibt es einen erlauchten Kreis von 7 Tieren, die eine Herde bilden und in der Regel das Kind geschlossen nach Frankreich begleiten. Mittlerweile gehören dazu:

  • Hundi
  • Papagei
  • Ohnezahn
  • Tom, der Puffin
  • Huhni
  • Nikita, das Hochlandrind
  • ein kleiner Tagschatten
  • Seit jeher hauche ich den Viechern abends beim Zu-Bett-Bringen Leben ein. Dabei hat jedes eine eigene Persönlichkeit. Sie quatschen einen Moment mit uns, dann schlupfen sie alle unter die Decke vom Kind und belagern ihn. So schläft er ein.

    Immer mal wieder klaut er möchte Scott Tom besuchen. Scott musste schon hart darum kämpfen, dass Hainrich SEIN Kuscheltier ist und bleibt, was Hainrich allerdings auch nicht vor Sharknapping schützt. Meistens hole ich dann Scott und/oder Hainrich nachts noch zurück.

    Das Kind genießt das Spiel mit den Kuscheltieren. Seine Herde ist ihm wichtig und gibt ihm diese Sicherheit, die eben nur die liebsten Kuscheltiere geben können.

    Doch seit einiger Zeit ist da was im Umbruch. „Mama, ich weiß, dass Du die Tiere spielst“, klärt er mich immer wieder auf. „Das ist doch klar“, denke ich. Wann anders ist er fast auf Provokation aus und sagt dann, während gerade Nikita oder Tom sprechen, zu mir: „Mama, mach den Mund zu. Ich will sehen, ob Nikita [oder Tom oder oder] dann immer noch sprechen kann.“ „Aber Du weißt doch, dass ich das bin“, entgegne ich ihm dann und wir gucken uns einen Moment ratlos an, denn wir wissen beide nicht, ob ich damit aufhören soll.

    Die Herde schlüpft dann meist schnell unter die Decke, damit es keine weiteren Diskussionen gibt und sie versuchen, schnell einzuschlafen. Das versucht das Kind dann in der Regel auch.

    Mit allen sieben an sich gedrückt.

    Noch.