Raus

Raus

Heute hatte ich eine Mittagsverabredung. Und vielleicht sollte ich das viel öfter machen. Denn es tat unheimlich gut, einfach mal die To-Do-Liste liegen zu lassen, mit dem Rad durch die Stadt zu fahren und in netter Gesellschaft lecker zu essen. Das hat mich zwar zwei Stunden „gekostet“, aber die waren bestens investiert. Tage wie gestern sind auf Dauer nicht gut. Ich koche dann im eigenen Saft, bin gestresst, habe das Gefühl, mit dem Laptop zu verwachsen. Irgendwann kann ich nicht mehr klar denken, will aber noch diesdasjenes fertig machen, werde unleidlich. Kein Spaß für keinen.

Und hier offenbaren sich die Tücken des HomeOffice: Ich neige zum Verlottern. Die Zeit, die ich morgens fürs Duschen brauche, kann ich auch in Arbeit investieren. Essen geht auch nebenbei am Rechner oder wenn ich was lese. Seit das Kind allein zu seinen Hobbys fährt, gibt es auch nicht mehr diesen außerhäusigen Ankerpunkt zwei- bis dreimal in der Woche. Ich kann weiterarbeiten, bis er wieder zu Hause ist – weitere 2 Stunden gewonnen.

Allein deswegen bin ich froh, dass ich die AG machen: Freitags muss ich halbwegs vorzeigbar pünktlich in der Schule sein. Freitags setze ich mich nur in Ausnahmen an den Rechner.

Aber egal, wie ich es drehe oder wende: Meine Arbeit bzw. meine Art zu arbeiten wird es immer wieder – zum Glück nur phasenweise – mit sich bringen, dass ich im HomeOffice-Loch verschwinde. Aber bislang bin ich immer raus gekommen.

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