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Tag: 8. November 2016

Dann eben nicht

Dann eben nicht

Vor knapp zwei Monaten freute ich mich, als ich meinen ersten agenturunabhängigen Auftrag erhielt. Es hat Vorteile, wenn man nicht die unnötige Zwischenschleife über eine Agentur drehen muss – organisatorische, aber auch finanzielle.

Noch mehr freute ich mich, als eine Woche drauf einen zweiten Auftrag vom gleichen Kunden bekam.

Ich bearbeitete die beiden Aufträge, schoss beim zweiten einen kleinen Bock, der sich jedoch schnell beheben ließ und hörte dann erst mal nichts mehr vom Kunden. Kein Feedback zu den Texten, keine Korrekturwünsche. Nichts.

Drei Wochen nach Abgabe der Projekte fragte ich nach. Und hörte erst mal – na, wer errät’s?! – nichts.

Erst nach einer weiteren Woche bekam ich eine e-Mail: Die Texte wären nicht in Ordnung gewesen. Okay, kann passieren, waren ja schließlich die ersten Aufträge gewesen und es ist ja immer mit einem kleinen Prozess verbunden, bis sich Schreiberling und Kunde einig sind. Außerdem hätte ich gewisse Punkte meiner Angebote nicht erfüllt. Nun ja, das kann man auslegen wie man will. Aber z.B. kann ich keine zwei, ja noch nicht einmal eine, Korrekturen durchführen, wenn ich kein Feedback bekomme. Zudem ist es schwierig Elemente zu bearbeiten, die nicht Bestandteil meines Angebots waren, aber MIT Projektfreigabe erst gebrieft werden.

Und weil ich eh kein gutes Gefühl habe bei diesem Kunden, habe ich eine entsprechende e-Mail zur Kritik formuliert. Nein, einen solchen Kunden möchte ich nicht: ein Kunden, der allem Anschein nach keine Erfahrung damit hat, mit externen Dienstleistern zusammenzuarbeiten.

Eine Rechnung stellen darf ich trotzdem.