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Tag: 1. November 2016

Gedanken

Gedanken

Der November hat angefangen und wenn ich daran denke, wie wirklich beschissen der November vor zwei Jahren war, blicke ich stolz und erleichtert darauf zurück, was seitdem alles passiert ist, und wie positiv sich mein Leben seitdem entwickelt hat. Ich bin sehr dankbar für mein heutiges Leben. Dafür, dass ich mir nicht mehr 1000 Gedanken und Sorgen um mich selbst machen muss (das hasse ich nämlich). Dass ich wieder Schwingungen jeder Art um mich herum wahrnehme. Dass ich mir wieder Gedanken um andere machen kann zum Beispiel …

… darüber, wie schief menschliche Beziehungen laufen (müssen), wenn das Ego von einem der Beteiligten vordergründig so groß ist, dass kein anderes daneben Platz hat, aber auf den zweiten Blick eigentlich so klein, dass man kein anders Ego ertragen kann. Gerne würde ich in der Dauerschleife „been there, done that“ rufen, die Beteiligten schütteln und fragen, warum sie ihr Glück nicht ertragen können.

Umso froher bin ich, dass ich wenigstens einem Beteiligten mein Ohr zu Verfügung stellen kann, leider (!) meine Erfahrungen einbringen kann. Ich finde, dass sich niemand (dauerhaft) mit 75% zufrieden geben muss, dass man Angst vor der Angst haben muss, dass man sein Glück gesellschaftlichen Konventionen und Erwartungen unterordnen muss. Nein, man darf und sollte nicht kampflos aufgeben, aber man muss auch nicht bis zur Selbstaufgabe kämpfen oder sich so dermaßen in (faulen) Kompromissen verstrickten, dass man sich selbst verliert.

Es ist nicht leicht, die Prozesse und perfiden Mechanismen in diesen unschönen und ungesunden Beziehungen zu erkennen. Und selbst wenn man sie erkennt, braucht es viel Kraft – und am besten ein Blick von außen – sich daraus zu befreien.