Liebes Tagebuch – 2. Tag

Liebes Tagebuch – 2. Tag

Heute komme ich mir sehr Flodder-mäßig vor. Bös formuliert könnte man sagen, ich trainiere für die Arbeitslosigkeit. Das Kind ist heute auch zu Hause geblieben. Er hat schlecht geschlafen die Nacht und musste viel husten. So sind wir beide immer noch im Pölter – naja, zumindest noch nicht ausgehfein.

Der Tag fing heute also noch gar nicht wirklich an. So ganz stimmt das nicht. Ob in Jeans oder nicht, der mini-monsieur und ich haben so mal richtig Zeit für uns: Haben gekuschelt, getobt, gelesen, geknetet… (Wer eine Alternative zu diesem blöden Ausdruck „quality time“ hat, bitte her damit) Ich habe erzogen und dafür ein bisschen schmipfen müssen, aber auch ganz viel lieb gehabt – letztens habe ich irgendwo gelesen, dass man für ein Mal Schmipfen fünf positve Rückmeldungen dem Kind geben sollte. Habe ich irgendwie schon immer intuitiv gemacht: in den Arm nehmen, sagen, dass ich ihn liebe, dass er das beste Kind der Welt sei etcetc.

Jetzt kuschelt er an mir und der monsieur sorgt dafür, dass wir nicht total verkommen. Ich kann mich momentan nicht aufraffen – Motivation??? Ich nehme mir jetzt auch einfach das Recht raus, ein wenig zu verloddern. Kurzfristig. Ein bisschen die Wunden lecken, um dann wie Phönix aus der Asche zu steigen. Damit der Tag wieder ganz normal aussieht.

Das Wetter schreit allerdings nach Rausgehen. Sonne tanken, den blauen Himmel genießen, die frische, klare Luft atmen. Gleich geht es sicherlich noch mal raus. Der Hund hat schließlich noch nicht gelernt auf Toilette zu gehen.

Ein Gedanke zu „Liebes Tagebuch – 2. Tag

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