Liebes Tagebuch (wenn alles normal wäre)

Liebes Tagebuch (wenn alles normal wäre)

Zur Zeit ist nix normal, viele Dinge sind aus den Fugen geraten: privat und beruflich. So eine Kündigung bringt einiges ins Wanken. Wie sieht also ein normaler Tag in meinem Beruf aus?! Also, wenn ich wirklich das machen würde, was ich kann und will.

7h15 Aufstehen für alle. Ich mache mich fertig, der Mann das Kind. Kleine Verzögerungen, weil das Kind nicht sicher ist, ob es vor dem Kiga noch einmal ein großes Geschäft machen muss. Außderdem müssen die Dinos noch verarztet werden.

8h10 Mutter und Kind verlassen das Haus und nehmen die Fahrräder, um zum Kiga zu fahren.

8h20 Ankunft im Kiga. Kind feritg machen, Schwatz mit den anderen Eltern und/oder Erzieherin. Dicker Kuss, ich hab Dich lieb, viel Spaß und schon bin ich angemeldet. Ich fahre mit dem Rad zur U-Bahn.

8h30 Ich steige in die U-Bahn. Die Zeit nutze ich für meine instagram- und fb-Runde und einen e-Mail-Check.

9h00 Ankuft im Büro. Rechner anschalten, Kaffee ziehen, Frühstück bereiten (Müsli mit Joghurt), e-Mails checken, kurz mit der Kollegin absprechen.

bis 12h30 Recherchieren (Dienstleister, wissenschaftliche Studien, Veranstaltungslocations o.ä.), Kommunikation mit Kunden und/oder  Meinungsbildnern, Absprache mit den Kollegen aus der Kreation, warum der Flyer, die Broschüre so oder so aussehen muss

12h30 bis 13h30 Mittagspause – viel zu selten nicht am Platz. Doch bei gutem Wetter muss ich auf die Promenade unterhalb vom Bernhard-Nocht-Institut und aufs Wasser gucken.

ab 13h30 Vorbereitung einer Veranstaltung, eines Pressetextes oder ähnlichem

14h25 Nachmittagskäffchen ziehen

14h30 Team-Meeting für den potentiellen Neukunden, Erstellung eines Konzeptes, hitzige Diskussionen über die Strategie, wundere mich, dass man so unterschiedliches Verständnis von ein und demselben Produkt haben kann

17h45 Den Kunden zurückgerufen, der es seit 16h00 versucht, beruhigt, Termine fixiert

18h05 Rechner aus, Licht aus und Tschüss…

18h35 An meiner Heimat-Haltestelle fällt mir ein, dass ich noch dringend Shampoo und Zahnseide brauche. Gut, dass ich direkt ins EKZ komme. Schnell noch ein Brot mitgenommen und dann ab nach Hause, wo die messieurs auf mich warten

19h10 Zu Hause ist der Tisch schon gedeckt und der monsier hat Fisch vorbereitet – yummy

20h15 Das Kind ist im Bett. Zeit für mich/uns, Zeit für telefonieren, Buch, TV, Film, unterhalten, Internet oder…

22:35 Letzte Runde mit dem Hund. Danach noch Buch oder TV und dann Licht aus.

5 Gedanken zu „Liebes Tagebuch (wenn alles normal wäre)

  1. Es hat mich sehr berührt, was Du in den letzten 3 Einträgen geschrieben hat, und ich werde definitiv weiter“linsen“ …
    Liebe Grüße von einer privat auch sehr schwankenden Sabine (und jobtechnisch habe ich schon so den einen und anderen Absturz erlebt, ich bin freiberufliche Programmiererin und mit meiner Tochter das alles unter einen Hut zu bringen und den Arbeitgeber zu überzeugen, dass ich als Mutter nicht schlechter bin als meine männlichen Kollegen, immer wieder ein „an der Klippe stehen“)
    *daumendrückundversteh*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.