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Wenn sich eine 1,5 Jahre in den eigenen vier Wänden verschanzt, dann sieht sie leider auch, was alles in diesen vier Wänden nicht so knall ist. Die Wohnung ist nicht perfekt, aber sie ist für Frankfurter Verhältnisse super. Lage, Größe und Miete sind unschlagbar. Und was ein absolutes Plus ist: unser Balkon (auch wenn wir ihn diesen Sommer nicht so wirklich nutzen konnten. Und mit all dem ist klar: Sollte die Frankfurter Mietblase nicht in absehbarer Zeit platzen, werden wir für immer hier wohnen bleiben. Und wenn wir hier bleiben, können wir auch etwas investieren, damit bestimmte Kleinigkeiten mich uns nicht mehr nerven. Haupt-Nervpunkt, da auch Hauptaufenthaltsort: das Wohnzimmer mit der offenen Küche. Am liebsten hätte ich ja die Küche rausgerissen und neu geplant. Da die Küche aber zu Wohnung gehört und der Vermieter mitsamt Hausverwaltung da keinen Handlungsbedarf sehen, machte ich Überlegungen, wie wir die Situation optimieren können:

  1. Der Kühlschrank: Der Einbaukühlschrank, der zur Küche gehört, ist zu klein für uns. Kühlschrank und Tiefkühlschrank lassen sich nicht getrennt voneinander ausschalten. Das Gemüsefach völlig untauglich. Nach etwas Hin und Her beschlossen, dass wir einen freistehenden Kühlschrank brauchen. Mit ordentlichem Gemüsefach. Etwas gedankliches Möbeltetris und es war klar: Er darf sogar 70 Zentimeter breit sein. Yeah!
  2. Der Herd – also Kochfelder und Backofen: Schon vor einer Weile war die Umluft ausgefallen. Das Ceranfeld funktionierte auch nicht ordentlich.* Ich wollte Induktion und ich wollte einen Backofen mit Backauszügen, Pyrolyse und Auftauprogramm – neben den üblichen Funktionen. Ich verglich diverse Hersteller und stellte fest, dass zwei voneinander unabhängige Geräte nicht nur bezahlbar sind, sondern auch mehr Optionen und Funktionen bieten. Und wenn eine selbst entscheidet und dann online bestellt, kann sie sehr viel sparen.
  3. Platz in der Küche: Wir wohnen in einem Altbau und oberhalb der Oberschränke ist noch sehr viel Platz. Verschenkter Platz. Im Keller hatten wir noch einen Oberschrank, der jetzt den Beginn einer zweiten Reihe ist. Außerdem war da ja noch der Schrank, in dem der Einbaukühlschrank war: Für den habe ich Böden besorgt. Und schwupps haben wir viel mehr Raum in der Küche und können endlich mal in der Wohnung verteiltes Geschirr und die Keksdosen in der Küche unterbringen.
  4. Geschirr: Ich war unser weißes schlichtes Geschirr satt. Ich hatte das damals besorgt, weil ich immer dachte, dass sich weiß am besten mit diverser Deko kombinieren ließe. Mit dem Problem: Ich dekoriere nicht. Herausforderung bei der Beschaffung des neuen Geschirrs: Es soll farbig sein, aber nicht kunterbunt und es soll aus Porzellan und nicht aus Steingut sein. Dank Twitter tatsächlich fündig geworden.
  5. Licht überm Esstisch: In der abgehängten Decke vom Wohn-Esszimmer sind Deckenstrahler eingelassen. Halogen-Deckenstrahler, denen ich ja bereits LED-Leuchtmittel gegönnt hatte. Aber das Licht war funzelig, weil der Abstand zwischen Decke und Tisch über 2 Meter ist und die Strahler nicht direkt über dem Tisch sind.** Und da wir noch einen nicht benutzen Stromanschluss hatten (sogar mit Dimmer), entschlossen wir uns eine Hängelampe für überm Tisch zu besorgen. Es war ein bisschen aufregend, die ca 10 Kilogramm schwere Lampe an der Rigipsdecke zu befestigen. Aber bislang hält’s.
  6. Durch die Einrichtung meiner Arbeitsecke, wurde das „Wohnzimmer“ verkleinert. Dadurch wurde der alte Couchtisch, den ich mal in der ikea-Fundgrube geschossen hatte. Außerdem neigte dieser Tisch dazu zugerümpelt zu werden. Aber holla, es ist nicht sooo einfach einen Couchtisch zu finden, der a) aus Holz b) schlicht c) nicht zu niedrig d) nicht zu tief, aber dafür breit genug ist und nicht eine Niere kostet. Aber wir wurden fündig.
  7. Die Essecke, die aus der uralten Eckbank*** und dem nicht ganz so alten Wangentisch**** meiner Eltern besteht, ist nicht optimal. Also die Eckbank schon, die passt perfekt rein, muss aber mal aufgearbeitet werden. Aber der Tisch nervt. Diejenige, die vor Kopf sitzt, muss breitbeinig sitzen oder haut sich halt die Knie an. Einen neuen Tisch haben wir tatsächlich schon gefunden, aber noch nicht bestellt, weil ich noch darüber nachdenke, ob ich nicht doch meinen Schreiner des Vertrauens frage, ob er mir einen bauen kann.
  8. A propos Schreiner: Papas Schaukelstuhl ist jetzt zur Aufbereitung da. Der Schaukelstuhl ist aus den 1960ern und hat meinen Vater lange begleitet. Bis er mit mir zusammen auszog. Auch wenn er bei mir immer mal wieder nur rumstand, konnte ich mich nicht trennen. Nun ist es an der Zeit ihn wieder hübsch zu machen, damit er einen Ehrenplatz im Wohnzimmer bekommen kann.

Wir haben im Rahmen der ganzen Umbaumaßnahmen auch einiges aussortiert (eKA, Verschenkbox vorm Haus, öffentlicher Bücherschrank, Garage). Der Keller ist auch wieder aufgeräumt (und entrümpelt). Nun müssen noch ein paar Schränke umgeräumt werden – also die Inhalte. Und ich denke darauf rum, ob das Kind einen passgenauen Schreibtisch bekommt, damit der Platz in seinem Zimmer besser genutzt werden kann.

Es wird. Es wird.

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* Eigentlich von Anfang an, was vermutlich daran lag, dass der Herd, den wir 2013 kurz nach unserem Einzug eingebaut bekamen, nicht von einem Elektriker angeschlossen wurde. Denn der Elektriker, der den neuen Herd anschloss, hat eine ganze Weile frickeln müssen, damit alles ordnungsgemäß funktioniert.

** Bzw. der Tisch nicht unter den Deckensports, die waren ja zuerst da.

*** Auf der ich bereits als Kind saß und Kratzer reingemacht habe.

**** Der den ursprünglichen Tisch, der zu der Eckbank gehörte, ersetzen musste, weil ebendieser mal Feuer fing, weil wir einen Adventskranz darauf vergessen hatten, als ich noch nicht soo alt war und seitdem Kerzen ziemlich doof finde.

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