Liebes Tagebuch am Fünften (August)

Liebes Tagebuch am Fünften (August)

Ob Frau Brüllen ihren Urlaub extra so geplant hat, dass sie rechtzeitig zum Fünften wieder da ist (Ich weiß, das zählt nicht, denn sie bloggt ja auch aus der Ferne.)? Auf jeden Fall fragt sie wieder: WMDEDGT?

0h00 Ich habe noch mit der Freundin, die nun bei uns wohnt, geschnackt. Nun ist sie im Bad und ich daddel noch so auf dem Computer rum. Plane aber noch das Bundgummi von meinem einen Rock einzuwurschteln.

2h25 Puh, schon wieder so spät. Habe zwischendurch versucht mit meinem Handy-Kalender die Kalender-Funktion vom Thunderbird zu synchronisieren, ging aber nicht. Dann habe ich den Rock „repariert“ und noch diversen Bürokram erledigt.

3h10 Licht aus, Handy aus und schlafen.

7h00 In weiter Ferne versucht das Handy mich zu wecken. Der mini-monsieur spukt auch noch nicht rum.

7h45 Ich muss nochmal eingeschlafen sein. Der mini-monsieur ist wach, die Mitbewohnerin duscht. Ich sollte wach werden.

8h00 Stehe auf, gehe in die Küche und bereite dem Kind den Rucksack vor. Dann treibe ich ihn zum Anziehen, ziehe mich an und los geht’s um

8h20 Richtung Hort. Der gestrige Regenguss wirkt noch nach und es ist recht frisch.

8h28 Der mini-monsieur ist abgegeben und ich wieder auf dem Rückweg.

8h40 Zu Hause mache ich den Rechner an, um die heute Nacht vorbereiteten e-Mails zu verschicken (Versandzeit 2 Uhr irgendwas kommt einfach nicht gut – besonders bei Kaltakquise-Mails und Korrespondenz mit dem Amt).

8h55 Ich leg mich nochmal ein Stündchen hin. Sonst überstehe ich den Tag nicht und ich muss noch zur Psychologin, zum Steuerberater und arbeiten muss ich auch noch.

10h45 Da habe ich wohl den Wecker nicht richtig gehört. In 15 Minuten muss ich bei meiner Psychologin sein. Also schnelle Katzenwäsche und rinn inne Klamotten. Ich pfeife mir nebenbei einen Joghurt rein.

11h00 Auf dem Weg zum Termin verheddere ich mich mit dem langen Rock (jajaja, das ist unpraktisch) im Fahrrad und stürze erstmal ins Markttreiben. Habe auch schon mal eleganter auf mich aufmerksam gemacht.

12h00 Gehe aus dem Termin mit der Feststellung meiner Psychologin, dass ich emotional kontrolliert, rational und distanziert sei. Hmmm, da muss ich jetzt mal drauf rumkauen.
Auf dem Weg nach Hause gönne ich mir auf dem Markt eine Waffel und einen Kaffee, kaufe Melone und Blaubeeren und denke daran, endlich zwei neue Blumentöpfe zu besorgen. Weil neben der Kasse im Mini-Baumarkt kleine Glühbirnen hängen, erinnere ich mich, dass das Rücklicht vom mini-monsieur’schen Fahrrad überprüft werden muss.

13h00 Wieder zu Hause untersuche ich direkt das Rücklicht am Kinderrad. Tja, die Abdeckung abzumachen scheint eine höhere Wissenschaft zu sein. Da muss ich mich nach dem Steuerberater-Termin mal dransetzen.

13h10 Meine Mutter ruft an. Ich muss sie aber abwürgen, denn zum einen schreibe ich gerade hier. Zum anderen will ich noch kurz duschen, bevor ich mich wieder aufmache.

13h20 Ab unter die Dusche!

13h55 Weil ich mir gestern die falsche Hausnummer vom Steuerberater aufgeschrieben hatte, stehe ich kurz etwas verzeweifelt vor dem falschen Haus. Aber zum Glück gibt ja das smarte Telefon bereitwillig Auskunft.

14h45 Mit einigem an steuerrelevanten Wissen reicher fahre ich nach Hause. In meinem Kopf wabern Begriffe wie: Umsatzsteuervoranmeldung, Umsatzsteuer-ID, Kleinunternehmer und Existenzgründung.

15h00 Nachdem ich erfolgreich das Rücklicht des Klapprads repariert habe, kämpfe ich mit dem Rücklicht des mini-monsieur’sches Rads. Die blöde reflektierende Abdeckung will und will nicht ab. Ich mache sie ein klein wenig kaputt (note to myself: Sekundenkleber kaufen), was aber ganz gut ist, denn sonst hätte ich nicht gesehen, dass sie angeschraubt ist. Dann kämpfe ich mit den Schrauben. Irgendwann ist alles ab und ich tausche die Batterien – das Leuchtmittel wird es aufgrund von LED wohl nicht sein – und drehe am Vorderrad: Nichts passiert. Also das Frontlicht leuchtet, aber hinten tut sich nichts. Ich will schon fluchen, da sehe ich, dass ein Kabel lose ist. Tja, vermutlich hätte ich die Abdeckung auch ganz lassen können.

15h10 Da ich seit der Waffel nichts gegessen habe, mache ich mir erstmal Brot. Während ich esse, checke ich meine mails, gucke etwas ShoppingQueen und werde gleich mal meine Anmeldung als Selbstständige finalisieren.

16h30 Unterlagen fertig, jetzt schnell den mini-monsieur abholen.
Am Hort nehme ich ein ziemlich fertiges Kind in Empfang.

16h50 Zu Hause will er nur noch abhängen. Ich möchte aber noch Besorgungen machen. Ich bereite meine Unterlagen für die Post vor.

17h20 Der Sohn lässt mich gnädigerweise alleine gehen. Ich drehe meine Runde und bekomme Lust auf Gazpacho, der mini-monsieur hat sich Fleischklößchen bestellt. Also nochmal kurz zum Supermarkt und meinem ausgewählten Tomaten-Dealer.

18h20 Ich bin wieder zu Hause und total fertig von der Hitze. Ich muss mich erstmal hinlegen.

19h00 Während der mini-monsieur kika guckt, bereite ich Gazpacho frei Schnauze und die Fleischklößchen vor.

19h45 Essen. Das Kind mag die kalte Suppe nicht. Sie sei zu kalt 😮 Mir schmeckt es.

20h40 Die Mitbewohnerin kommt heim. Ihr geht es nicht gut. Der dritte Tag im neuen Büro ist wohl nicht so gut gelaufen. Mein empathischer Sohn ist ganz besorgt und will sie kaum aus der Umarmung lassen. Dann macht er ihr auch noch eine Schüssel mit Gazpacho fertig. Wir quatschen. Parallel versuche ich den mini-monsieur bettfertig zu machen.

21h10 Irgendwie müssen wir das Telefon überhört haben, der Kindesvater hatte es versucht. Der mini-monsieur möchte zurückrufen.

21h40 Endlich kommt das Kind ins Bett. Ich kann ihn ja bei der Hitze verstehen, aber morgen soll er um 8h00 im Hort sein, da sie einen großen Ausflug machen.
Die Freundin und ich quatschen noch ein bisschen. Ich falte die Wäsche, aber dann drängt es mich: Ich muss noch was für morgen für eins meiner ersten Projekte als Freiberuflerin vorbereiten.

23h00 Ich sitze am Rechner und werde nun arbeiten. Dann hoffentlich nicht zu spät ins Bett.

2 Gedanken zu „Liebes Tagebuch am Fünften (August)

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