Durchsuchen nach
Tag: 14. August 2015

Mein Dorf

Mein Dorf

Eigentlich ist Frankfurt ja eine Zusammenfassung verschiedener Dörfer. Nun heißen sie Stadtteile, aber das dörfliche vielerorts ist geblieben. Zumindest in meinem Stadtteil.

Gerne nennt sich Bornheim, wie es auf Hochdeutsch heißt, auch „Bernem, des lustige Dorf“. Gerade in den vergangenen Tagen zur Bernemer Kerb wieder gesehen. Mit Äppler lässt es sich einfach gut feiern. Und auf der oberen Berger erst recht.

Wie auf dem Dorf (zumindest früherTM) bekommt man auch hier alles, was man so zu Leben braucht. Alles ist fußläufig erreichbar: Markt (zwei Mal de Woch‘), noch echte Einzelhandelsgeschäfte wie eine Parfümerie (die nicht Douglas heißt), einen Taschen- und Koffer-Laden, den wohl kleinsten und bestsortiertesten Baumarkt (der keiner Kette angehört), ein Spielwaren- und Haushaltswarenladen, ein Kino, unabhängige Buchläden, eine Kaffee-Rösterei …

Dazu kommt – und da kommt vielleicht das Städtische durch – auch eine großes Angebot an Ausgehmöglichkeiten: Bars, Äpplerwirtschaften, (gute) Restaurants aus allen Herren Ländern. Zudem ist das Dorf ja auch bestens angebunden: Mit U-Bahn, Straßenbahn oder Bus kommt man in alle Richtungen – auch direkt in 12 Minuten zum Bahnhof.

Seit ich in Frankfurt lebe, wohne ich in diesem Stadtteil. Wobei der eingefleischte Bernemer sicherlich meine ersten drei Wohnungen nicht gelten lassen wird, da sie allesamt an den Grenzen zu anderen Stadtteilen lagen.

Nun aber lebe ich mittendrin. Und ich liebe es, dass der mini-monsieur zu Fuß und allein (zum Teil jetzt schon, später auf jeden Fall ausschließlich) zur Schule und Hort gehen wird, zum Aikido-Trainig kann, zur Chorprobe geht und auch zum Schlagzeug-Unterricht. „Unser“ Schwimmbad ist auch zu Fuß zu erreichen.

Es ist einfach toll, wie dieses Dorf in der Stadt das Beste von Dorf und Stadt miteinander vereint ohne an Authenzität und (großstädtischer) Offenheit dabei einzubüßen.

Darauf eine Waffel und einen Kaffee – morgen auf dem Markt!