Kurtag 18

Kurtag 18

*** Das Ende naht ***

Der heutige Tag ist wieder sehr ruhig. Morgens nach dem Frühstück muss ich zur wöchentlichen Visite. Und auch um die spirometrische Untersuchung vom mini-monsieur zu besprechen. Als nehme ich ihn mit. Der Arzt scheint aber von der Rolle. Er geht gar nicht auf mich ein, hört auch nicht den mini-monsieur noch mal ab. Zudem sagt er, dass es mein Abschlussgespräch sei. Soll mir ja prinzipiell recht sein, dann habe ich Montag weniger Lauferei. Aber irgendwie ist das nichts Halbes und nichts Ganzes.

Danach habe ich bis zu meinem außerordentlichen Psychologengespräch noch zwei Stunden. Ich räume erstmal das Zimmer auf – so innere und äußere Ordnung, ihr wisst schon. Dann sortiere ich noch ein bisschen schriftlich meine Gedanken. Und bin mir nicht sicher, ob es so klug war, diesen Termin zu fordern. Um an was anderes zu denken, gehe ich noch eine Runde raus und dann mit frischer Bergluft in den Lungen zum Termin. Doch, dieser Extra-Termin war richtig und wichtig. Er dauert auch länger als geplant. Ich muss mich an manchen Stellen sehr beherrschen, nicht zu heulen. Obwohl das totaler Quatsch ist. Aber irgendwie ist mir diese Zeit zu kostbar. Flennen kann ich auch später.

Nach dem Termin ist mir nach Umarmung. Ich finde zum Glück eine Mama, mit der ich mich sehr gut verstehe und wir drücken uns feste, weil wir es beide brauchen. Dann hole ich das Kind zum Essen ab. Im Essenssaal ist es heute extrem laut. Da um 13h00 eine vorgezogene Muttertagsaktion stattfinden soll, ziehen wir das Essen in die Länge und als es sich der Saal nach und nach leert, können meine Tischnachbarin und ich das Essen auch wieder genießen.

Für den Muttertag singen alle (außer meinem) Kind für die Mamas ein Ständchen. Dem mini-monsieur ist das aufgrund der Menschenfülle und seinem Mittagstief zu viel. Kann ich verstehen. Über das Schokoherz und die Karte freue ich mich dafür umso mehr.

Danach machen wir bis zu meinem Termin um 14h00 Siesta. Als wir am Kindergarten ankommen, warten wieder die Outdoor-Betreuer. Da ich pünktlich beim Termin sein muss, drücke ich einer anderen Mama unseren Schlüssel in die Hand, damit sie die Wanderstiefel vom mini-monsieur holen kann. Ich entspanne derweil meine Muskeln progressiv. Anschließend setze ich mich an einen Teil meiner „Hausaufgaben“, die ich vom Pyschologen bekommen habe. Es fällt mir auf der einen Seite erstaunlich leicht. Auf der anderen Seite fließen die Tränen. Ich bin froh ein ruhiges Eckchen für mich zu haben und meinen Gefühlen freien Lauf lassen zu können.

Nachdem ich mich wieder gefangen habe, gehe ich nach oben und warte zusammen mit der anderen Mama, dass unsere Kinder von der Klettertour wiederkommen. Um 16h00 haben wir unsere Kinder wieder. Sie strahlen und hatten viel Spaß. Bis zum Essen um 17h30 wird gespielt, gequatscht und Eis gegessen.

Nach dem Essen gehen wir mit mehreren Kindern in die Spielscheune. Die Kinder toben sich noch mal aus. Der mini-monsieur ist ziemlich verschwitzt. Er schont sich ja nicht, obwohl er leicht erkältet ist. Eine warme Dusche wird’s hoffentlich richten. Nach einem kurzen Telefonat ist er um 20h15 eingeschlafen. Hier geht heute der „Franz“ ab… „Tanz mit Franz“ bis 22h00 – wir sind ja nicht zum Vergnügen hier.

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