Tschüss, Frankfurt
Der Tag begann mit einem Balkon-Frühstück in der Sonne.

Dann entdeckte ich, dass ich eine rote Warnung in der Corona-Warn-App habe. Begegnung war am 8.3. Da war ich auf der Demo und im ÖPNV unterwegs. Andere Begegnungen hatte ich nicht. Dadurch blieb ich entspannt. Machte natürlich trotzdem einen Test: negativ. Das bedeutet 5 Tage nach Exposition, dass ich keine Panik schieben muss.
Negativer Test bedeutete auch, dass ich rausgehen konnte. Ich musste Briefe in den Briefkasten werfen und einen Brief – die Kündigung der Wohnung – wollte ich persönlich einwerfen. Also latschte ich los gen Westen und nutzte die Option für eine Wanderung, …
… die sich ein bisschen wie eine (von vermutlich noch einigen) Abschiedsrunde anfühlte. Es fühlt sich schon komisch an, bald nicht mehr Frankfurterin zu sein. Diese Stadt war mir 17 Jahre lang – auch während ich in Hamburg gewohnt habe – Heimat. Hier habe ich
- meine Karriere begonnen
- mich scheiden lassen
- so viele Wohnungen wie nirgendwo anders bewohnt
- ein Kind bekommen
- mich selbstständig gemacht
Das sind so die wichtigsten Eckpunkte. Ich verbinde viel mit dieser Stadt. Sehr viel Gutes, aber auch einige nicht so tolle Momente. Ich bin dankbar, dass ich hier leben und arbeiten durfte. Die Stadt und die Begegnungen, die ich hier hatte, haben mich verändert, haben mich geprägt.
(gelaufen: 9,2 Kilometer)









2 Gedanken zu „Tschüss, Frankfurt“
Uih, wo geht’s denn hin ? Auf’s Land ?
Schöne Bilder aus Bockenheim.
Guten Start im neuen Zuhause,
LG, Max