No normal

No normal

Es ist zu viel.

Was hier gerade in meinem Leben passiert, ist zu viel. Zumindest zu viel, um ein normales Leben zu simulieren. Aber welches normales Leben auch?! Hier ist ja nichts mehr normal. Wie soll ich da normal arbeiten? Ich habe es diese Woche versucht (heute ging es schon nicht mehr), aber meine Konzentration ist nicht existent. Ich habe kurze „Lichtblicke“, aber es geht nur wenig. Aber eigentlich geht gar nichts, wenn ich endlich mal ehrlich zu mir selbst bin.

Und es geht nicht nur, weil ich auf dem Sprung zum nächsten Job bin (Vertrag ist da). Und weil ich an der Trennung knabbere. Sondern auch – und ich muss mir das eingestehen -, dass ich einen Burnout hatte bzw. habe. Und ich muss unbedingt mit meiner Ärztin sprechen.

Wenn ich daran denke, was ich geleistet habe in den letzten drei Wochen, frage ich mich, wie ich das geschafft habe. Und weil ich so viel geschafft habe, fällt es mir halt immer noch schwer, mir einzugestehen, dass ich nicht mehr kann. Und weil ich mir das nicht eingestehe, breche ich immer wieder zusammen.

Wie heute.

Morgens mit Gefühlen wach geworden, die ich zum Glück platzieren durfte. Ich muss über diese Gefühle reden, weil ich sie nicht haben will. Es sind negative Gefühle. Ich mag keine negativen Gefühle und schon gar nicht in der Fülle. Das macht es doch auch nicht einfacher.

Im Laufe des Tages nahmen die Erinnerungen überhand. Gefühlt alles erinnerte mich an die gute Zeit mit dem Ex. Wir hatten viele schöne Momente. Wir haben tolle Sachen miteinander gemacht. Ich hätte dem gerne noch vieles hinzugefügt. Das Absurde: Das ist noch nicht einmal ausgeschlossen. Nur halt anders.

Der Tag war insgesamt getragen von dem Gedanken, dass ich wirklich umziehen muss. Diese Wohnung ist nicht mehr mein Refugium. Nach acht Jahren und zwei Trennungen ist es nicht mehr meine. Und zu groß ist sie auch. (Aber ich wiederhole mich.) Aber das kann und sollte ich nun wirklich nicht auch noch übers Knie brechen.

Aber all mein Pragmatismus nützt mir gerade wenig, denn wenn die Tränen kommen, kommen sie. Ich muss sie zulassen – auch wenn ich nicht will.

Und ich muss mir auch Zeit dafür nehmen und – und damit schließt sich der Kreis – ich muss zur Ärztin. Ich kann und sollte so nicht arbeiten.

Ein Gedanke zu „No normal

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