Von 2 auf 0 in 60 Minuten

Von 2 auf 0 in 60 Minuten

X-57 Tage bis zur zweiten Welle19

Was ein Tag. Vermutlich hätten viele geflucht. Ich muss immer noch lachen.

Heute Nachmittag wollte ich kurz zur Bank, um Bargeld für das Klassenkonto zu holen, und danach noch was einkaufen.

Bei der Bank gebe ich meine Karte ins Gerät, wähle den Betrag aus und gebe meine PIN ein. Soweit so normal. Nur verweigert der Automat die Geldausgabe und zieht die Karte ein. Öhm, Konto ist gedeckt. Das ist sicher. Ein Blick in die Banking-App bestätigt das. Zeitgleich bekomme ich eine sms von meiner Bank, dass eine Auszahlung abgelehnt wurde. Joah. Das habe ich auch gerade gemerkt.

Auf dem Weg nach Hause überlege ich, warum ich kein Geld bekommen habe. Bei gedecktem Konto gibt es eigentlich nur einen Grund: Kontopfändung. Ist ja nicht so, als würde ich es nicht kennen.

Zu Hause rufe ich bei der Bank an. Nein, mit meinem Konto ist alles in Ordnung. Nein, keine Kontopfändung. Möglicherweise war was am Auromaten kaputt. Es wird veranlasst, dass mir eine neue Karte zugeschickt wird. Ärgerlich, naja, eher nervig, immerhin habe ich noch meine KreditDebitkarte.

Ich will nochmal los. Gucke in mein Portemonnaie und finde nur meine ec-Karte. „Komisch“, denke ich, „die ist doch eingezogen worden. Oder doch nicht? Habe ich sie in der Aufregung einfach wieder eingesteckt?!“ Wenn mir eine neue Karte bestellt wurde, ist diese wohl gesperrt. Also will ich auf Nummer sicher gehen und gucke nach der Debitkarte und finde … tadaa … nichts. So langsam dämmert es mir: Ich habe wohl im Tran meine Debitkarte in den Automaten geschoben, aber die ec-PIN verwendet, weswegen ich kein Geld bekam. Warum der Automat direkt die Karte eingezogen hat, weiß ich nicht, kann ich aber nicht ändern. Also habe ich nun im Portemonnaie eine ec-Karte, die voraussichtlich gesperrt ist und in einem Geldautomaten eine Debitkarte, die potenziell noch nicht gesperrt ist.

Also wandere ich zu der Bank, wo der Geldautomat steht mit der Hoffnung, dass meine Karte aus dem Automaten befreit werden kann.

Doch das geht nicht. Die Bank ist nicht für die Bestückung/Leerung der Geldautomaten zuständig und hat keinen Zugriff. Und überhaupt: Eingezogene Bankkarten werden in der Regel zerstört.

Möööp.

Weil ich aber dringend Geld brauche, versuche ich mein Glück mit der ec-Karte. Vielleicht ist sie ja (noch) nicht gesperrt. Tjanun: „Diese Karte ist gesperrt und wird zur Sicherheit eingezogen.“

Kein Geld. Keine Bankkarten.

Zu Hause lasse ich die Debitkarte vorsichtshalber sperren und bestelle eine neue.

Und bis die neuen Karten kommen, muss mir der RB halt Haushaltsgeld geben.

Bevor ich das erste Mal zu Bank wollte, wollte ich malebenkurz eine Maschine Wäsche anschalten. Musste dann aber sehen, dass der Waschmaschinenplatz – ein Quadratmeter – unter Wasser steht. Ich erinnere mich, dass der RB gestern meinte, dass wohl mit dem Gewitter in der Nacht zu Montag wohl Wasser durchs Fensterchen gedrückt habe. Aber er hatte auch gemeint, dass er alles trocken gemacht habe. Irritiert nehme ich gut zwei Liter Wasser von der kleinen Fläche auf und mache dann erst die Maschine an.

Als das Bankdrama beendet ist, will ich mich um die fertige Wäsche kümmern und sehe, dass da wieder Wasser ist. Da es zwischenzeitlich nicht geregnet hat, kommt es definitiv nicht von draußen und muss also von der Waschmaschine kommen.

Ich untersuche das Maschinchen. Zu- und Ablaufschläuche sind trocken. Das ist schon mal gut. Ich finde ein hilfreiches Video. Daraufhin mache ich alles trocken und lasse die Maschine leer im 30-Minuten-Programm laufen. Ich beobachte das Geschehen immer wieder und sehe: Es läuft Wasser aus dem Bullauge. Ich kontrolliere die Dichtungsmanschette. Die ist intakt und fühlt sich auch nicht porös an. Möglicherweise schließt die Tür nicht mehr richtig. Ich recherchiere weiter und finde eine interessante Info: Wusstet ihr, dass das Bullauge, also die Glasschüssel, nicht einfach irgendwie in der Tür sitzt?! Sie muss ausgerichtet werden.

Mein Heimwerkerinnenherz schlägt ein bisschen höher, weil endlich mal die Torx-Bits zum Einsatz kommen. Um sicher zu gehen, schraube ich auch noch die untere Verblendung ab (jaja, da brauche ich auch die Torx-Bits) und mache sie bei der Gelegenheit auch noch sauber.

Dann lasse ich die Maschine nochmal „extraspülen“ und … tadaa … die Maschine ist dicht.

Uff. Ich hatte mich mental schon auf eine neue Maschine eingestellt. Naja, zumindest habe ich schon den Kundendienst bei uns rumspuken gesehen. So eine alte Miele tauscht eine ja nicht so ohne weiteres aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.