Infiziert vs. erkrankt #1
Es ist Dienstag 23h20 und sehr wahrscheinlich bestimmt habe ich mich in den vergangenen 30 Stunden mit SARS-CoV-2 infiziert. Ja, das lässt sich in meinem Fall tatsächlich so genau umreißen. Noch spüre ich nichts. Im Gegenteil. Ich bin heute noch ins Büro geradelt – mit wenig Schlaf – und auch zurück. Und das ging mir wirklich leicht aus den Beinen. Ja, meine Kondition hat sich durch das Radeln zur Arbeit nochmal deutlich verbessert. Ich war auch nicht lange zu Hause, sondern schwang mich direkt aufs Lastenrad, um für „meine“ Patientin 0 einzukaufen. Natürlich schön brav mit Maske. Und irgendwen abgeleckt habe ich auch nicht.
Mit viel Vernunft wäre diese potentielle Ansteckung zu verhindern gewesen. Aber Vernunft macht halt keine geilen Partys.
Noch hoffe ich ein kleines Bisschen, dass ich super-immun bin. Denn tatsächlich wäre das die einzige Möglichkeit, dass ich nicht an COVID-19 erkranke. Also hoffe ich lieber ein bisschen mehr, dass meine 4. Impfung vor gut drei Monaten nun so ausgereift ist (ja, das Immunsystem bzw. bestimmte Immunzellen und nicht die Impfung reift), dass sie zumindest etwas gegen Omikron – vermutlich BA.5 – ausrichten kann.
Da ich vom positiven Test meiner Kontaktperson bereits am Morgen erfahren habe, habe ich mich für den Rest der Woche ins HomeOffice verabschiedet.
Fürs Protokoll: Noch fühle ich mich gut. Kein Fieber und auch sonst keine Symptome. Ich bin k.o., aber das liegt definiv am wenigen Schlaf und dem vielen Radfahren und Schleppen heute. Also gehe ich jetzt ins Bett