Geduld

Geduld

Was mich ja wahnsinnig macht, ist in der Schwebe zu hängen.

Es steht eine Änderung an?! Dann aber bitte sofort.
Es muss was entschieden werden?! Aber auch ganz umgehend.

Worauf muss ich denn warten? Ich bin doch schon durch mit dem Denkprozess, dann bitte auch die anderen.

Besonders schlimm ist es, wenn ich nicht nur an einer, sondern gleich an mehreren Stellen in der Schwebe hänge und mich in Geduld üben muss.

Geduld? Was ist das?! Wenn ich das brauche, gebe mir eine das bitte. SOFORT!

Die letzten Tage waren schlimm, weil alles unausgegoren und unklar schien. Natürlich nur gefühlt „alles“, aber zwei entscheidende Bereiche meines Lebens hingen und hängen in der Luft. Und weil mich das noch nicht genug stresst, musste ich auch gleich noch einen dritten Richtung Abgrund schubsen. Rechtzeitig ging mir auf, dass es nicht so viel Sinn macht jetzt auf einmal alles in Frage zu stellen. Ich ordne jetzt erstmal die Baustellen, die da schon sind – sei es, weil ich sie selbst errichtet habe, sei es, weil sie auf einmal da waren. Zwei Baustellen sind eigentlich mindestens eine zu viel. Aber mich fragt ja keine.

Nun habe ich wenigstens einen Bereich wieder so weit ins Lot gebracht, dass er mich hoffentlich nicht mehr total aus der Bahn wirft. Der andere Bereich wirft mich nicht so sehr aus der Bahn, allerdings kann ich da gerade nichts machen außer warten. Das geht jetzt aber besser, nachdem nicht mehr „alles“ in der Schwebe ist.

(Dennoch werde ich mich nächste Woche noch krank schreiben lassen, weil ich einfach noch nicht wieder klar denken kann.)

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