Eine Narbe bleibt

Eine Narbe bleibt

Am 28.1. wollte ich noch schnell FFP2-Masken im Backofen aufbereiten. Ich griff schief in den Backofen und da machte es schon „zisch“ und ich hatte mir eine ordentliche Brandwunde an der Hand zugegezogen. Zum Glück war der Backofen „nur“ 80 °C heiß. Dennoch roch es verbrannt.

Das war gegen 13h10.

Drei Stunden später machte mein Vater seinen letzten Atemzug.

Die Wunde blieb. Ich spürte sie ständig. Ich spüre sie immer noch.

Trotz Wund- und Brandgel zickte die Wunde rum. Entzündete sich leicht. „Da wird eine veritable Narbe bleiben“, dachte ich.

Am Samstag haben wir meinen Vater beerdigt.

Meine Wunde ist deutlich verheilter.

Aber eine Narbe wird bleiben.

Nicht nur auf der Hand.

8 Gedanken zu „Eine Narbe bleibt

  1. Mein herzliches Beileid, und ganz viel Kraft für diese schwere Zeit.

    Mein Vater ist im Sommer gestorben, da sagte jemand zu mir, der Trauerprozess sei wie eine Verletzung der Haut. Erst fängt es ständig wieder an zu bluten, dann wird das weniger, es tut immer noch weh, die Narbe bleibt. Und manchmal jucke die Narbe, und manchmal tue sie weh. Das habe ich damals als seltsam tröstende Worte empfunden, und irgendwie berührt mich Dein Post deswegen auch sehr.
    Wie gesagt – ganz viel Kraft Dir und Deiner Familie.

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