Nachhängen

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Seit Montag hängt mir ein Gedanke nach, der durch einen gestern Abend (korrekterweise heute morgen früh) geguckten Film verstärkt wurde.

Einer meiner beruflichen Schwerpunkte sind onkologische Themen, also Krebstherapien. Ich muss mich in dem Zusammenhang mit den Leitlinien zu der jeweiligen Krebsart und Studien zu dem jeweiligen Medikament beschäftigen.

Allein das macht sehr demütig und dankbar für die eigene Gesundheit.

Doch – sicherlich auch durch die abstrakte und rein wissenschaftliche Dauerpräsenz dieser Thematik, die immer wieder von realen Fällen gepusht wird – frage ich mich regelmäßig: „Was wäre, wenn ich die Diagnose Krebs bekäme?“ Wie würde ich reagieren. Wie würde ich Therapien gegenüberstehen. Weiß ich zu viel?

Sicherlich hängt viel von der Krebsart ab. Von einigen Entitäten habe ich nur rudimentäre Ahnung. In anderen bin ich dafür halt sehr tief drin. Und ich stelle mir vor, ich „müsste“ dem Arzt, der mir bei einer solchen ein mir bekanntes Medikament erklären will, sagen: „Ich kenne alle (relevanten) Studien dazu.“ Und würde ich, wenn ich wüsste, wie gut oder halt auch nicht so gut die Therapie (oder irgendwelche Alternativen) meine Prognose verbessert, die Behandlung ablehnen? Oder würde ich hoffen (wollen), dass ich zu den wenigen gehören, bei denen das Medikament bestens anschlägt?

Schwerer Gedanke. Und auch abstrakt – zum Glück. Aber trotzdem will ich ihn nicht wegwischen. Soll er mir ruhig etwas nachhängen.

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