Erwartungen

Erwartungen

Ich versuche mich ja eigentlich so frei wie möglich von Erwartungen zu machen. Also Erwartungen, die ich an andere stelle. An manchen Stellen kann ich mich natürlich nicht frei machen. Und so wäre ich sehr enttäuscht, wenn mir beispielsweise bestimmte Personen nicht zum Geburtstag gratulieren würden. Aber Geschenke erwarte ich gar nicht.

Und manchmal keimt auch eine kleine Hoffnung auf – gerade, wenn ich eigentlich weiß, dass JEDE Idee einer Erwartung nur enttäuscht werden kann. Das habe ich lang genug erleben müssen: Irgendwann merken, dass man noch nicht mal das „Normalste“ zwischen zwei Menschen erwarten darf, ist verdammt hart. Und trotzdem hatte ich immer wieder die Hoffnung, dass vielleicht doch der Funke überspringt.

Doch jetzt gerade kann ich eine Erwartung nicht unterdrücken. Und ich spüre, wie wütend ich werde, wenn ich daran denke, dass sie sehr, sehr wahrscheinlich nicht erfüllt wird.

Vielleicht ist es egoistisch und nachtragend, aber ich kann nicht über (Vater-) Rechte und -Gefühle diskutieren, solange keine Einsicht signalisiert wird. Einsicht darüber, dass insbesondere meine Gefühle und auch die des mini-monsieurs nachhaltig mit Füßen getreten wurden. Dafür erwarte ich eine aufrichtige Entschuldigung. Eine, die mir das Gefühl gibt: Ja, da wurde etwas verstanden.

Und ich hoffe wider besseren Wissens, dass die kleinen Schritte, die ich wage, verstanden werden und zur Einsicht beitragen.

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