Selbstwirksam
Es ist so krass, welche eine Last mit der Kündigung von mir abgefallen ist. Mir geht es so gut damit, dass ich von toten Pferd abgestiegen bin. Und es war auch total richtig, dass ich gekündigt habe, ohne dass ich was Neues fest hatte (mal ganz abgesehen davon, dass ich die Zusage am 31.1. abends bekam).
Erst jetzt spüre ich richtig, wie viele Energien mir dieser Job geraubt hat. Energien, die ich gebraucht hätte, um näher am Kind zu bleiben. Ich kann froh sein, dass wir so eine enge Bindung haben. Denn obwohl er von mir weggedriftet ist, ist ihm meine Meinung wichtig, hört er auf mich und sucht meine Nähe.
Auf einmal ist wieder der Kopf frei. Auf einmal kann ich wieder an mehrere Dinge gleichzeitig denken. Schaffe es, mich um überfällige Termine zu kümmern.
Es ist ein gutes Gefühl, dass ich mich selbst aus meiner ungesunden Situation befreit habe. Dass ich bereit war, die Unsicherheit auszuhalten, nicht fix und fest zu wissen, was nach der Kündigung kommt. Dass ich mir meiner wieder sicher war. Sicher war, dass ich mit meinen Erfahrungen und meine Lebenslauf schon was finden werde. (Problematisch ist ja im Job – wie bei Männern –, dass eins mit den Jahren und Jobs immer mehr weiß, was sie nicht (mehr) will.)
Es tut wirklich gut zu spüren, wie selbstwirksam ich bin. Dass ich so viel für mein Wohlbefinden tun kann.