Guckst du…

Guckst du…

Seit Monaten plagt mich ja so eine bleierne Müdigkeit bzw. tiefe Erschöpfung am Ende eines Arbeitstages. Sicherlich war daran mein blöder Schlafrhythmus schuld. Zu wenig Schlaf macht halt müde.

Aber diese Erschöpfung fühlte sich anders an und ging in der Regel mit mehr oder weniger fiesen Kopfschmerzen einher. Was von jetzt auf gleich einsetzte. Doch bis zu diesem K.O.-Punkt funktionierte ich ja bestens: Ich konnte denken, arbeiten, schlaue Gespräche führen.

Seit Monaten mache ich mich über mich selbst lustig, weil ich bei Video-Call immer alles auf den großen Bildschirm ziehen muss: „Die alte Frau sieht nicht mehr so gut.“ Vor 13 Monaten war ich ja schon mal bei der Optikerin. Und ja, ich brauche eine Lese- bzw. Gleitsichtbrille. Aber damals hatte ich mich sehr über die Brillenversicherung geärgert, sodass ich das Thema vertagte. Besser wurde es dadurch natürlich nicht, aber dann kam Lockdown und dann war das vergangenen Jahr so aufreibend, dass ich zwar bemerkte, dass ich mit Brille nicht mehr lesen konnte und immer hochschob, aber einfach keine Kapazitäten dafür hatte, mich zu kümmern.

Am Montag erinnerte mich ein Tweet an die Problematik und ich kümmerte mich umgehend um einen Termin bei der Optikerin für heute.

Der Sehtest wurde gemacht: rechtes Auge, linkes Auge. Nervig war, dass das Sehtestgerät immer wieder beschlug, aber Maskeabnehmen war keine Option. Aber sonst alles ok. Bis beide Augen zusammen gucken sollten: Ich sah die Zahlen in den Reihen doppelt. Es wurde auch nicht mit der Zeit besser. Die Optikerin änderte das Programm in dem Testgerät. Resultat: Ich schiele und brauche möglicherweise eine Prismenbrille.

Und möglicherweise ist das des Rätsels Lösung für meine Erschöpfung: Denn derzeit versuchen die Augen mechanisch-muskulär das Schielen auszugleichen, was immens anstrengend ist und zu Kopfschmerzen und Erschöpfung führen kann.

Mal sehen, wann mich der Optikermeister zurückruft, damit wir das Problem final klären können.

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