Aloha

Aloha

Nachdem das Kind heute morgen aus dem Haus war (gegen 7h45) habe ich geschrieben. Da waren zwei Texte, die eigentlich schon seit Ewigkeiten fertig sein sollten und die nun (sehr) drängten. Weil ich aber eigentlich aufkeimende feststeckende* Seuche habe und mir die Hitze sehr zu schaffen macht, arbeitete ich im Bett. Da sitze ich bequem und kann die Beine ausstrecken. Der RB versorgte mich zwischendurch mit Tee.

Um 13h10 hatte ich dann die Texte verschickt und war eigentlich fertig mit der Welt. Schlafen wäre toll gewesen. Aber da lauerte noch eine Textkröte und Kleinkram wollte auch erledigt werden. Das konnte ich zum Glück alles vom Bett aus tun.

Irgendwann war es dann kurz vor 15h00 und dank Twitter war ich gewahr, dass bald die Soyuz an die ISS andocken sollte. Toll, dass sowas gestreamt wird. Und eine Arbeitspause war auch dringend nötig.

Dann ging es irgendwann auf 17h00 zu und der Livestream für die Lukenöffnung lief schon. Ich hatte mich bereits über die Hawaii-Hemden gefreut

und wartete etwas ungeduldig daauf, dass der midi-monsieur endlich klingelt. Nicht, dass er genau dann klingelt, wenn die Luke geöffnet wird, oder – noch blöder – dass er die Lukenöffnung gar nicht mitbekommt.

Aber er klingelte kurz nach 17h00 und ich merkte, dass seine Laune eigentlich nicht so toll war, sagte aber direkt: „Schnell, Alexander Gerst ist an der ISS angekommen und gleich öffnet sich die Luke. Das gucken wir jetzt zusammen.“

Also warf er alle Sachen von sich, wir checkten schnell, ob schon was passiert ist. Dann ging er schnell Händewaschen und während er dann den Stream bewachte holte ich Eis (aus dem Tiefkühler). Als ich wiederkam, sagte er zu mir: „Noch fünf Minuten.“ „Woher weißt Du das?“ „Die haben da gerade ‚five minutes‘ gesagt.“ Hach, dieser Englischunterricht scheint doch etwas zu bringen.

Um ca 17h16 war es dann soweit: Die Luke der Soyuz öffnete sich und das Kind und ich schauten gebannt in den Laptop. Faszination Weltall – direkt und live und in Farbe. Das ist toll. Und als dann Alexander Gerst nach der Begrüßund der bisherigen ISS-Besatzung quasi als erste Amtshandlung Die Maus durchs Bild schweben ließ, konnte ich nicht anders und musste laut hachzen.

Doch, das ist toll, dass dank Live-Stream das alles so nah ist. Zudem leisten das DLR und Alexander Gerst selbst großartige Arbeit hinsichtlich der Kommunikation und Begeisterung, sodass eine ja gar nicht anders kann als mitzufiebern.

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* Kopfschmerzen, Erkältungsgefühl, aber der Rotz kommt nicht

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