Locker machen
Die hessischen Sommerferien liegen so früh wie nie. Das bedeutet, dass das 2. Halbjahr extrem kurz war (bzw. noch ist). Insgesamt 18 Schulwochen (Osterferien schon rausgerechnet), davon waren drei Wochen verkürzt wegen Feiertagen und beweglichen Ferientagen, eine Woche war die Klasse auf Klassenfahrt, eine Woche war Projektwoche. Nun bleiben noch knapp vier Wochen bis zu den Sommerferien. Zu allem Überfluss werden in Klasse 3 hessenweit Lernstandserhebungen durchgeführt. Dieses Schuljahr traf es unsere Klasse, was bedeutete, dass in den vier Wochen nach den Osterferien irgendwann auf Zuruf diese geschrieben werden mussten. Wann genau wusste keine im Voraus und so konnte in diesem Zeitraum auch nichts geplant werden. Auch keine Klassenarbeiten. Zumal ja auch erst kurz vor den Ferien welche geschrieben wurden.
Das Ende vom Lied ist, dass die Kinder in der nächsten Woche vier, bzw. wer Religion hat fünf, Klassenarbeiten schreiben. Ja, das ist viel.
Aber seien wir mal ehrlich: Wir sprechen von Klassenarbeiten bzw. angekündigten Tests (denn in SU, Englisch und Religion ist es nicht mehr) in der Grundschule. In der dritten Klasse. Das Zeugnis, in das diese Klassenarbeiten einfließen wird, interessiert KEINE – zumindest Keine, die damit etwas entscheidet.
Auch wird von der Note dieser Klassenarbeiten sicherlich nicht die Versetzung abhängen. Die Klassenarbeiten müssen geschrieben werden. Die Noten sind halt da und helfen auch grob, das Kind zu bewerten, aber letztlich traue ich unserer neuen Klassenlehrerin durchaus zu, die Noten dieser Klassenarbeiten entsprechend einzuordnen.
Und so versuche ich „meinen“ Eltern gerade beizupuhlen, dass sie sich doch einfach mal locker machen sollen. Denn was nützt es den Kindern, wenn sie von den Eltern vor und in so einer Woche noch zusätzlich gestresst werden?!