Hunger

Hunger

Ich spüre gerade einen so unbändigen Lebenshunger in mir, dass ich bei jedem Gedanken an Konventionen das Gefühl habe, platzen zu müssen.

Mir fällt es gerade ganz schwer bzw. mir ist es nahezu unmöglich, mich auf banale Dinge wie meine Arbeit zu konzentrieren. Ich komme mir vor wie im Hamsterrad. Ich bin im Hamsterrad. Der Trott wird seit Jahren immer gleicher und immer langweiliger. Ich kann meine Arbeit nicht mehr ernst nehmen. Sie ist nicht mehr sinnstiftend. (War sie tatsächlich mal… vor Jahren)
Und ich habe keinen Bock mehr, mich zwischen diesem Job und dem Leben zerreißen zu müssen. Ich will wieder endlich leben.

Und ich frage mich, ob ich in einer Midlife-Crisis stecke. Ich will ausbrechen. Ich will mir den mini-monsieur schnappen und einfach neu anfangen.

Ich weiß: Es ist – wenn überhaupt – mehr als eine Krise in der Lebensmitte. Es ist das dringende Bedürfnis, die Reste meines bisherigen Lebens hinter mir zu lassen. Dinge aufzuholen, die ich in den vergangenen Jahren nicht machen konnte. Mein Leben zu führen.

Diese innere Unruhe ist beängstigend und ermutigend zugleich. Und ich will sie nutzen. Ich muss sie nutzen. Denn wenn ich sie wieder unterdrücke, werde ich wohl platzen.

2 Gedanken zu „Hunger

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