Ich piepse, also bin ich

Ich piepse, also bin ich

Der monsieur und ich haben jeder ein smartes Telefon. Gleiche Marke, gleiche Serie, nur einmal in groß und einmal in klein. Wir haben sogar den Fernseher der gleichen Marke und können mit der Remote-App den anderen beim Fernsehen ärgern den Fernseher ansteuern, wenn wir mal wieder die Fernbedienung verlegt haben. Aber worum es mit eigentlich geht:

Ich mag mein Smartphone und es erleichtert auch manche Dinge. Zum Beispiel bin ich derzeit sehr aktiv bei dem Elternprotest für die Hebammen involviert. Da die Diskussionen fast ausschließlich über fb laufen, ist es einfach praktisch, sich auch von unterwegs einbringen zu können. Auch jetzt, in der Zeit ohne Laptop, ist hilfreich. Ich nutze es tatsächlich auch zum Telefonieren (mittlerweile gebe ich fast ausschließlich meine Handynummer an) und die eine oder andere Nachricht verschicke ich auch (Wha*sApp habe ich gegen Threema getauscht und so muss ich wieder mehr sms verschciken ;))

Ich gestehe: Ich habe mein smartes Phönchen doch recht viel in der Hand. (Ich habe schon beschlossen, dass ich, zumindest während der Mutter-Kind-Kur, in irgendeiner Form Handy-Fasten werde.) Was zum Teil auch daran liegt, dass ich nahezu alle Benachrichtigungen ausgeschaltet habe. Also piepst mein mobiles Telefon nicht bei jeder eingehenden e-Mail, Nachricht, Anfrage etc. Es fängt auch nicht an zu blinken wie eine wild-gewordene Lichterkette. Nur zwei Apps weigern sich hartnäckig mich nicht doch – wenigstens nur schriftlich – zu benachrichtigen. Also muss ich, um zu sehen, ob irgendwas total Wichtiges bei fb oder ig passiert ist, mein Telefon in die Hand nehmen.
Zu allem Überfluss ist mein Handy eigentlich immer auf Vibration geschaltet. Schon nahezu immer. Also auch sämliche Vorgänger. Ich mache das so, seitdem ich angefangen habe im Büro zu arbeiten. Denn ich finde, dass im Büro blödes Gepiepse oder – noch schlimmer – irgendwelche absurden Klingeltöne nichts verloren haben. Nichts gegen mal ein privates Gespräch im Büro oder eine dringede Absprache mit dem Partner, Babysitter oder so. Aber die Kollegen müssen nicht jede eingehende SMS oder jeden Anruf mitbekommen.
Natürlich führt diese Geräuschlosigkeit meines smarten Telefons (das sich ja auch meist in meiner Handtasche befindet) dazu, dass ich nicht immer alles sofort mitbekomme, wenn man mich erreichen möchte. (Was natürlich auch manchmal sehr wohltuend ist. Außerdem bin ich im Büro ja auch zum Arbeiten.) DAS wiederum hat schon zu der ein oder anderen Diskussion mit dem monsieur geführt. Der mich tatsächlich nur in Ausnahmefällen anruft – allerdings meistens über meine Mobilnummer – und mich dann oft nicht sofort erwischt. (Ich habe bis heute nicht verstanden, warum er nicht einfach die Büronummer nimmt.)
Langer Rede, kurzer Sinn: Mein mobiltes Telefon macht sich weder mit Licht- oder Ton- noch mit Rauchzeichen bemerkbar.

GAAAANZ anders das Telefon des monsieurs: Er hat einen – zum Glück moderaten – Klingelton und einen nicht allzu aufdringlichen Kurznachrichten-Signalton. Doch seine diversen Apps geben (wann immer ihnen danach ist) Laut und Licht. Gefühlt durchgehend piepst, summt, brummt und blinkt sein smartes Telefon.
Tagsüber ist es mir ja egal. Aber es macht mich wahnsinnig, wenn es nachts auf der anderen Seite des Betts rhythmisch blau aufleuchtet. Er behauptet, dass es ihn nicht störe – also das Geblinke. Er würde ja schlafen.

Und da frage ich mich: Wenn er also schläft und eh nichts davon mitbekommt. WARUM? Warum kann er dieses dieses Gepiese und Geblinke nachts nicht einfach ausschalten?

5 Gedanken zu „Ich piepse, also bin ich

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