Matschmatsch

Matschmatsch

Kurz dachte ich heute, ich blogge über Taschengeld. Dann sichtete ich aber meine Keksrezepte. Das hat tatsächlich anderthalb Stunden gedauert und nun sind 64 Rezepte in der Vorauswahl. Ziel: Diese Auswahl in den nächsten zwei Wochen auf ca. 20 Prozent einzudampfen.

Da hat sich ganz schön viel angesammelt über die Jahre…

Außerdem habe ich den Backofen gereinigt. Denn hatte ich bereits Anfang der Woche mit Backofenspray behandelt und dann tatsächlich vergessen verdrängt. Aber heute sollte es ja Lasagne geben und dafür brauche ich den Backofen.

Jetzt glänzt er wieder wie neu. Und damit das so bleibt, habe ich nun eine spießige praktische Backofenschutzmatte.

Dann war es auch schon spät und das Kind wollte mit mir Slime machen.

Das Rezept war relativ frei Schnauze (alles Circa-Angaben nach dieser Vorlage):

50 g Klebstoff
1,5 TL Natron
Farbe nach Belieben (1-2 TL)
2 Handvoll Rasierschaum
Mehrere Spritzer Kochsalzlösung

1. Klebstoff und Natron verrühren
2. Farbe einrühren
3. Rasierschaum untermischen
4. Spritzer Kochsalzlösung einrühren
5. 4. so oft wiederholen, bis sich der Slime von selbst von der Schüssel löst
6. Hände mit Kochsalzlösung benetzen und Slime aus Schüssel holen und …

… rummatschen:

Ich denke, ich werde mit den Kids in der AG auch Slime machen.

Fünf

Fünf

5 Weine für 4 Personen reichen aus, um mindestens eine Person ausreichend betrunken zu machen.

Nüchtern sind die anderen drei aber auch nicht am Ende des Abends.

Neutral ist keine Option

Neutral ist keine Option

Auf Twitter habe ich eine Umfrage gestartet. Aktueller Zwischenstand:

65 Prozent von 17 sind 11 Bloggerinnen. Anscheinend alles Bloggerinnen, die ich nicht lese, denn ich erinnere mich nicht an einen Post, in dem sich die Schreiberin klar antifaschistisch / antirassistisch positioniert. Und verlinkt hat auch bislang nur eine.

Aber vielleicht macht die Frage ja auch noch mit anderen was. Sehr gefreut habe ich mich über diesen Post. Denn er bringt vieles auf den Punkt:

Das Private ist immer politisch.

Klingt abgedroschen, ist aber so. Wir können nicht wie Amöben durch unsere Gesellschaft wabern und meinen wir kommen durch.

Ja, ich kann mir vorstellen, dass sich die eine oder der andere gut im Leben eingerichtet hat oder sich noch sicher fühlt.

Aber ein bisschen frage ich mich schon: Wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt keinen Bedarf sehe – warum auch immer -, mich politisch zu positionieren, wann denn dann?

Wir können in der Frage „Faschistin oder Antifaschistin“ nicht neutral sein. Wer auch nur etwas im Geschichtsunterricht gelernt hat, sollte wissen, wie es enden kann. Wir können nicht auf unseren hohen Rössern sitzen und mit dem Finger auf unsere Großeltern-Generation (zumindest in meinem Fall) zeigen und fragen: Warum habt ihr nichts getan?

Wir müssen jetzt das tun, was diese Generation vielleicht nicht tun konnte. Wir müssen jetzt aus unserer Komfortzone raus, denn wir wissen, wie es weitergehen kann und wird.

Wir schimpfen auf Medien, die sich als Steigbügelhalter der Nazis anbiedern.

Aber seien wir ehrlich: Wer schweigend und vermeintlich neutral hinnimmt, was derzeit passiert, in der Hoffnung, es gehe von selbst wieder weg, wird genauso mitschuldig sein, wenn das System komplett umkippt.

NaSch

NaSch

Eigentlich wollte ich ja nach letzter Woche keine Nachtschicht mehr einlegen. Aber es ist leider so, dass ich nachts besonders gut in den Schreibflow komme. Und diesen brauche ich, wenn ich Texte schreiben muss, in deren Themen ich mich neu eindenken muss.

Es ist die Ruhe und die Stille. Das Wissen, dass kein Telefon klingeln kann. Auch das Kind schläft und will nichts von mir. Der RB ist auch eine Eule und sitzt mir gegenüber am Rechner.

Das Feedback auf die letzten beiden Nachtschichten war sehr gut und zeigt, dass die Strategie nicht so falsch ist. Nur gesund ist halt was anderes.

Verbockt

Verbockt

„Mama, ich bekomme morgen wohl einen zweiten Strich*.“

„Strich wofür?“

„Weil ich krank war.“

„So ein Quatsch. Doch nicht weil Du krank** warst.“

„Aber ich hab die Hausaufgaben in Deutsch nicht fertig gemacht.“

„Ich dachte, die Lehrerin war Montag nicht da. Wann gab es denn die Hausaufgaben?“

„Letzten Freitag.“

„Aber da warst Du doch auch krank.“

„Die anderen haben es mir Montag erklärt.“

„Okay. Und was hast Du heute in der Lernzeit gemacht?“

„Schon was.“

„Und wie viel fehlt noch?“

„Geht so.“

„Hättest Du das heute Nachmittag schaffen können?“

„Ja… schon.“

„Und was hast Du gemacht? Hast Du Deine Deutschsachen mitgenommen?“

„Öhm… hm… nee, mitgenommen hab ich nichts.“

„Du hast den ganzen Nachmittag*** gedaddelt, nachdem Du nach Hause gekommen bist. Du hättest heute Nachmittag problemlos Deutsch machen können und hättest dann immer noch genug Zeit gehabt, um Switch zu zocken.“

Das Kind druckst rum.

„Bei allem Verständnis dafür, dass Du krank warst, aber Du hättest es heute schaffen können. Wenn du tatsächlich einen Strich bekommen solltest, hast Du Dir das selbst zuzuschreiben.“

Er nickt.

„Davon wird die Welt nicht untergehen, aber Du muss Dich besser organisieren. Und vor allen Dingen: Du kannst das.“

Mal sehen, wie’s ausgeht.

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* Wer sich massiv daneben benimmt oder die Wochenhausaufgabe nicht macht, bekommt einen Strich. Bei drei Strichen wird ein Elter angerufen.

** am Dienstag

*** Das Gespräch fand um 18h00 statt, als ich nach Hause kam.

Viel nichts

Viel nichts

Es ist erschreckend, zu wie viel ich im Büro nicht komme.

15 Minuten Projektbarbeitung
15 Minuten Besprechung 1
60 Minuten Telko 1
15 Minuten Projektabsprache
30 Minuten Projektbearbeitung
45 Minuten Pause
45 Minuten Besprechung 2
60 Minuten Besprechung 3
15 Minuten Projektbarbeitung*

Und dann war es schon 17h15 und fuhr ich nach Hause.

Der Text, den ich heute schreiben wollte, habe ich gerade mal vorstrukturiert.

Gut, dass ich auch mit Vertrag nicht täglich im Büro sein muss. Ich muss ja auch mal arbeiten.

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* Ich war schon länger als 5 Stunden im Büro

Sonntag vs. Montag

Sonntag vs. Montag

Irgendwie war das heute ein zähes Ringen um den Tag. Während das Denken heute halbwegs auf Zack war, fiel das Schreiben recht schwer.

Mein Geduldsfaden hatte eher was von einer Zündschnur. Ich bin nicht ganz happy mit meinen Reaktionen auf bestimmte Situationen. Doch noch hallt mir die letzte Woche zu sehr nach, sodass ich weiterhin ungnädig bin. Ein Gespräch – früher oder später – ist sicherlich erforderlich, aber ein wenig bin ich noch zu bockig und denke: Komm Du doch auf mich zu, wenn Du ein Problem hast. Dadurch wird der Elefant im Raum aber sicherlich nicht kleiner. Im Gegenteil. Vielleicht habe ich über Nacht eine Erleuchtung zur Gesprächsstrategie und räume morgen auf.

Das Kind rief nach der 6. bereits an, dass es im schlecht ginge und er nach Hause wolle. Hier kam ein glühiges Kind an, dass sich aber noch seine Mathearbeit hat zurückgeben lassen. Möglicherweise war eine Teil des Glühens auch der Stolz über die sehr, sehr gute Note. Trotzdem ging er anstandslos ins Bett und schlief erstmal.

Der RB war heute – unser Montag ist sein Sonntag* – den ganzen Tag zu Hause. Erfreulicherweise können wir uns problemlos gegenüber sitzen und jede arbeitet vor sich hin.

Kurz mit meiner Mutter telepathiert. Es ist so hilfreich, dass eine über Skype den Bildschirm teilen kann. (Irgendwer sagte letztens, dass es Skype bald nicht mehr geben solle. Ich finde dazu allerdings keine weiteren Infos.)

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* Stimmt natürlich nur bedingt, denn wenn er den Sonntag genau nehmen würde, würde er nicht arbeiten.

Aufs Maul

Aufs Maul

In meinem Blog darf ich ja schreiben, was ich will, daher hier ganz deutlich: Nicht nur #NazisRaus sondern auch

Nazis aufs Maul.

Ja, das mag ein Aufruf zur Gewalt sein.* Und nein, ich bin keine Freundin von Gewalt, ABER (und ich zitiere mich selbst) die Alliierten haben damals die Nazis auch nicht mit Gesprächskreisen besiegt. Und ganz ehrlich konnten viel zu viele danach immer noch unbehelligt ihrer Überzeugung fröhnen. In Ämtern und Posten. Konnten es weitergeben und der „guten alten Zeit“ nachtrauern.

Zudem zeigen die 1990er: Da, wo die Nazis die meiste (physische) Gegenwehr erlebten, wurden sie gar nicht erst groß. Sie gingen in den Untergrund. Die Gesellschaft war froh, dass das Problem nicht mehr zu sehen war. Tjanun, das Ergebnis sehen wir jetzt. Sie mögen für einige wie „Kai aus der Kiste“ gesprungen sein, aber nein… SIE WAREN NIE WIRKLICH WEG!

Wir müssen aufhören, den Rechtsruck akademisch überlegen zu betrachten und zu analysieren. Denn während all die schlauen, gewaltfreien Menschen sich in ihren vier Wänden versichern, dass sie gegen Nazis sind, marschiert der braune Mob weiter, bedroht und jagt Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, tötet diese Menschen und auch Politiker, zündet Flüchtlingsunterkünfte an und verbreitet so viel Angst und Schrecken, dass alle lieber in ihren vier Wänden bleiben und sich versichern, dass sie gegen Nazis sind.

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* Drüben auf Twitter sind viele – zumindest temporär – gesperrt worden, die „Nazis / Faschos aufs Maul“ getwittert hatten. Mein Versuch ging höchst interessant aus.

Entspannt

Entspannt

Entspanntes Nixtun weiterhin.

Ausschlafen. Frühstücken. Halloween-Kostüm vom bzw. fürs Kind fertigmachen.

Mr Pumpkin

Gestrickt. Gequatscht. Geduscht. Kind abgeholt. Zur nächsten Party gedüst.

Uffbasse

Uffbasse

Natürlich hat der RB Recht, dass „Aufapssen“ falsch ist. Es muss „Uffbasse“ heißen. Und das habe ich heute nochmal sehr intensiv gemacht.

Nachdem klar war, dass das Kind nicht in die Schule gehen wird wegen beginnendem Rotz, habe ich mich nochmal umgedreht und habe weitergeschlafen. Irgendwann weckte mich der RB so halb, weil er loswollte, um gegen die Nazis in Offenbachen Präsenz zu zeigen. Ich sollte eigentlich mit, denn der Faschismus wird sicherlich nicht darauf warten, dass ich ausgeschlafen bin.

Aus Selfcare-Gründen auch die AG für heute abgesagt.

Mit dem Kind Pfannkuchen gefrühstückt. Danach gingen wir los. Ich begleitete ihn bis zum Kieferorthopäden. Er ging rein und ich ging weiter. Kurz zum Optiker, dann Backmatten und anderes erstes Gedöns für die Weihnachtsbäckerei. Zudem brachte ich mir Blumen mit.

Seit langem mal wieder Blumen auf dem Tisch

Den restlichen Nachmittag strickend auf dem Sofa verbracht.

Die neuen Plätzchen-Sonderhefte durchgeguckt. Zwei sind schon erschienen. Das dritte kommt kommende Woche. Danach werden die Sorten für den Adventskaffee ausgesucht. Das Prozedere ist festgelegt. Da bekomm ich den Monk nicht aus mir raus.

So ein Tag ohne Arbeit fühlte sich so gut an wie er nötig war.