LMi (2)

LMi (2)

Zweite Welle: Tag 75
Die Zahlen steigen bundesweit.

Immer noch Arbeit. Immer noch stricken.

Das Kind hat Boulder-Camp: Von 8h30 bis 15h30 ist er aus dem Haus. Und hat Spaß.

Keine Siesta, dafür Einkauf und mal wieder kochen.

#CorotäneKneipe.

LDi (2)

LDi (2)

Zweite Welle: Tag 74

Die Zahlen in Frankfurt steigen. Maßnahmen ab Wochenende sind angekündigt. Sicherlich nicht verkehrt, wenn die auch kontrolliert werden.

Immer noch Muskelkater. Immer noch Arbeit. Immer noch stricken.

Das Kind hat Boulder-Camp: Von 8h30 bis 15h30 ist er aus dem Haus. Und hat Spaß.

Nach einer späten Siesta – um 17h30 hatte irgendwer meinen Stecker gezogen -, Essen vom Bestelldienst, spontane #CorotäneKneipe.

Ein Supertag

Ein Supertag

Zweite Welle: Tag 72

Es ist Sonntag und der Wecker klingelt. Und er klingelt früh. Um 7h30, dann um 8h30 wollen wir im Auto sitzen. Wir machen uns fertig, frühstücken, stecken das Schwein in Kassiopeia und dann sitzen wir auch schon fast pünktlich im Auto und fahren gen Westen. Nach Rheinland-Pfalz an den Mittelrhein. Denn wir haben uns bei meiner Lieblingswinzerin zur Weinlese eingeladen. Und während es in Frankfurt noch halbwegs hell war, wird es auf unserer Fahr immer dunkler und es fängt auch an zu regnen. Hmpf. Als der RB dann auch noch einen Hustenanfall bekommt, sehe ich etwas schwarz für den Tag. Der RB ist sich kurz vor Ziel sicher, dass er nicht mitarbeiten kann. Er würde uns später wieder abholen. Ich witzele, dass er dann auf dem Rückweg bitte am Flughafen halt macht und da ins Sars-CoV2-Testzentrum geht.

Aber erstmal fährt er uns hoch in den Weinberg. Wir werden kurz eingewiesen: Alle Trauben ab. Der RB will es wenigstens versuchen.

Im Steilhang durch die Weinstöcke krauchen ist durchaus anstrengend, aber auch sehr schön. Für den RB ist es therapeutisch: Der Husten ist  weg. Das Kind hat – auch weil zwei andere Kinder dabei sind – großen Spaß und hilft top mit. Dass das Wetter stetig besser wird, macht das Erlebnis perfekt oder wie das Kind es sagte: „Das war ein Supertag!“

Auf dem Rückweg machen wir noch ganz kurz in Bingen halt. Wenn wir schon mal in der Nähe vom Mäuseturm sind, dann können wir uns den ja auch mal angucken. Zumindest vom Rheinufer aus.

Mehr als gucken geht aber auch nicht. Wir wollen dann doch alle nach Hause: Hunger, müde… Wir sind sehr froh, dass sich Kassiopeia in unserer Abwesenheit so herrvorragend um das Schwein gekümmert hat. Ich bin froh, dass sich der RB, während ich mich hinlege, um das Ofengemüse kümmrt.

Schön, dass es endlich geklappt hat.

LSa

LSa

Zweite Welle: Tag 71

Es ist ja durchaus angenehm zu wissen, dass der ganze Samstag mir bzw. uns gehört. Kein Einkaufsstress.

Dank kindfrei können der RB und ich gemütlich mit einem Frühstück nur zu zweit in den Tag starten. Uff, das sind wir gar nicht mehr gewöhnt.

Um 12h45 ist das Kind wieder da. Er hatte eine gute Zeit und verschwindet in seiner Höhle.

Und auch wir schlumpern durch den Tag. Der RB ist irgendwie angeschlagen. Ich stricke.

Irgendwann denke ich daran, dass ich noch einen Text fertig machen will sollte. Also backe ich einen Kuchen.

Späte Kuchenpause bedeutet spätes Abendessen. Das Kind hilft beim Kochen.

Trotz Sams- und Feiertag geht es fürs Kind zeitig ins Bett, denn morgen müssen wir früh raus, weil wir in den Rheingau zur Weinlese wollen.

266

266

Zweite Welle: Tag 70

Am letzten Tag vor den Ferien hat das Kind nur 3 Stunden Unterricht. In zweien davon schrieb er sogar noch eine Englisch-Arbeit. Ich wünsche ihm sehr, dass sich das Lernen gelohnt hat. Denn er hat diesmal – wenn auch manchmal widerwillig – rechtzeitig angefangen zu lernen.

Kaum war er zu Hause, erhielt ich eine e-Mail von einer seiner Klassenlehrerinnen. Und dann redeten wir lange. Es ist … kompliziert und vielschichtig. Sicherlich kann er sich an einigen Stellen das Leben erleichtern und ich kann auch insistieren. Aber ich fürchte, richtige „Erlösung“ wird es frühestens in der Oberstufe geben. Wenn es mehr ums Lernen und weniger ums Profilieren in der Peergroup geht.

Dann ging er in den Park.

Und während er da noch weilte, meldete sich sein langjähriger Kumpel und lud ihn zum Übernachten ein. Zum Glück hatte das Kind sein Handy dabei. Und so hatte ich ab ca. 17h00 sehr spontan kindfrei. Das erste Mal seit 266* Tagen. (Seit den Sommerferien 2015 hatte ich ja jede Ferien kindfrei. Also alle 56-84 Tage (8-12 Wochen) für jeweils mindestens 10 Tage.)

Uff. Ich war davon so perplex, dass etwas brauchte, um mich zu sammeln, sodass ich auch erst um 17h50 auf dem Markt war (aber noch alles bekommen hatte). Anschließend stürzte ich mich auch noch ins Supermarktgetümmel.

Es war ungewohnt für den RB und mich, nur zu zweit am Tisch zu sitzen und das Essen zu genießen. Aber auch sehr entspannend.

Roastbeef und Rosenkohl

Ohne Pandemie hätten wir uns überlegen können auszugehen. Aber zum Glück war ja #CorotäneKneipe.

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* Auf Twitter schrieb ich fälschlicherweise 265 Tage

LDo

LDo

Zweite Welle: Tag 69

Krank gemeldet wegen Magen-Darm. Geschlafen, auf dem Sofa vegetiert, gestrickt.

Kind kurzfristig verschwunden.* Natürlich ohne Handy dabei.

Blacklist.

Tag spät zu Ende.

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* Brauchte > 1 Stunde vom Bouldern nach Hause (Strecke eigentlich 20 Minuten)