Abschottung, Tag 72

Abschottung, Tag 72

Wochenends wird gewandert. Punkt. Damit wir alle mal rauskommen, was anderes erleben und sehen und frische Luft und überhaupt. Und weil wir gestern nicht gewandert sind, wird heute gewandert – ein der vier Routen, die ich am Donnerstag ausbaldowert habe. Aber erst freuen wir uns über … nein, nicht Nachwuchs o.ä. … sondern über …

… den Paneer

Hat sich die nächtliche Kocherei gelohnt. Dann Frühstück und dann auch schon fertig machen, denn wir haben etwas Anfahrt vor uns.

Am Ende sind es mit 17 Kilometern knapp 2 Kilometer mehr als geplant, weil hier noch eine Schleife und da noch mal gucken. Aber toll ist sie schon, die 7-Hügel-Tour im Osten von Darmstadt. (Eigentlich nur eine Strecke von A nach B, aber Else und ich haben eine Rundkurs draus gemacht.) Danach haben wir uns das Abendessen sehr verdient: Diesmal nicht bestellt, aber …

… Grillen geht genauso schnell.

Das Kind geht angemessen früh ist Bett. Der RB und ich gucken noch Tatort, während ich puzzle.

Abschottung, Tag 71

Abschottung, Tag 71

Yeah, immer noch zwei Tage Wochenende. Und Einkaufen müssen wir auch nicht, weil der RB gestern war. So plätscherte der Tag vor sich hin:

  • Spätes Frühstück
  • Yoga
  • Versuch Baguette zu backen mit Hefewasser (muss ich nochmal testen – ohne Roggenvollkornmehl)
  • Internetgedaddel
  • leckerem Abendessen
Herzhafte Waffeln und asiatischer Hähnchen-Garnelen-Salat
  • Kinoabend mit Spaceballs (das Kind wird jetzt in die Klassiker eingewiesen)
  • Puzzelei für mich

Das Aufregendste war fast das nächtliche Paneerkochen, weil der RB – zum Glück – beim Ins-Bett-Gehen über den Hackenporsche mit den sechs Litern Frischmilch stolperte. Und weil die nicht in den Kühlschrank gepasst hätten, musste ich sie „noch schnell“ verarbeiten.

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Ansonsten:

Das wäre so schön. Sich mal wieder frei zu bewegen, ohne sich über andere Menschen ärgern zu müssen.

Abschottung, Tag 70

Abschottung, Tag 70

Uiuiui, da vorne steht eine 7. Umgerechnet heißt das zehn Wochen… Und wie lange es weitergeht, ist ungewiss. Normal ist nichts.

Ich, naja, genau genommen die Blase wwird um 8h30 wach. Ich gehe kurz auf Toilette, will aber noch nicht aufstehen. Die Männer des Haushaltes sind auch noch nicht wach. Ich lege mich wieder hin.

Gegen 10h00 werde ich wach, weil vom Hof her komische Geräusche kommen. Es klingt, als würde irgendwer unter unserem Balkon rödeln (was ginge). Je wacher ich werde, desto klarer ist: Die Geräusche kommen von unserem Balkon. Ich gehe dem nach und finde das Kind mit einem Stock auf dem Balkon. Ich glaube, es hackt. Dann bin ich aber auch wach.

Der RB und ich planen bei Kaffee und Tee das Essen für die nächsten Tage und machen einen Einkaufszettel.

Als ich an den Rechner gehe, macht sich der RB auf den Weg. Ich arbeite ein paar Projekte ab, mache fürs Kind und mich Toast Hawaii, arbeite weiter, fluche über unsere Zeiterfassung* und mache dann Feierabend.

Dann ist auch der RB wieder da. Das ist gut, weil er die Einkäufe dabei hat. So kann ich mich ums Abendessen kümmern.

Das war sehr lecker.

Als wir fertig sind, ist es auch schon Zeit für die #CorotäneKneipe. Lang und schön und unterhaltsam mal wieder.

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* Hat nichts mit dem Programm selbst zu tun, aber trotz Feiertag 110 %. Und es wird voraussichtlich noch was dazukommen.

Abschottung, Tag 69

Abschottung, Tag 69

(Bei 69 muss ich spontan an … nein, nicht Sex … tststs, ihr wieder … spontan ans PC69 denken. Das gibt es ja schon ne Weile nicht mehr. *seufz*)

Kein Wecker führte dazu, dass ich aufwachte, als ich ausgeschlafen war. Und es fühlte sich – trotz gestrigem Alkoholkonsum – recht ausgeruht an. Auch um 9h30. Aufstehen wollte ich allerdings noch nicht und sortierte meine Fotos auf dem Handy. Dann weckte ich den RB und zusammen kümmerten wir uns ums Frühstück, das wir dann aber doch erst gegen 12h00 zu uns nahmen.

Eigentlich stand ein kleiner Spaziergangsbeschluss im Raum. Uneigentlich kümmerten wir uns um diverse Dinge. Vorzugsweise auf dem Balkon (der RB Kram für den Laden und ich Wäsche und Überweisungen und so Zeug halt). Als der Nachmittag fast rum war, fiel mit ein, dass noch ein halber Hefewürfel im Kühlschrank war und ich buk schnell Streuseltaler.

Gefühlt gingen wir vom späten Kaffee&Kuchen direkt zum Abendessen über.

Real hatte ich darüber die Zeit verloren, dass ich potentielle Wanderrouten mit Else ausklamüserte und daher waren wir auch erst so mit Abendessen fertig, dass das Kind noch schnell den Balkon gießen konnte, bevor sich die ISS über uns zeigte.

Der helle Punkt auf ca elf Uhr

Und weil ich mich so un(ter)bewegt fühlte, machte ich noch etwas Yoga, nachdem das Kind im Bett war.

Abschottung, Tag 68

Abschottung, Tag 68

Ich rede einfach nicht mehr über meinen Schlaf. Ändert ja auch nichts.

Das Kind hat mittwochs Unterricht in der Spätschicht. Daher steht der Wecker wieder human auf 9h00. Ich schlapfe recht zügig direkt an den Arbeitsrechner und arbeite bis 18h00 quasi durch. Nagut, ein paar Unterbrechungen gab es:

  • Kind zur Schule losschicken (wie schön*: Die Nöltiraden gegen die Schule sind wieder da.)
  • Anruf, dass meine Gabel repariert werden kann <3
  • Telefonat mit einer Mutter aus der Klasse
  • Brezellieferung mit Fensterdate
  • Kind zum Rugby losschicken
  • Anruf von meiner Vorgesetzten mit der dringenden „Ermahnung“, das lange Wochenende zu genießen**.

Nach getaner Arbeit gehe ich duschen und dann einkaufen. Ich habe Glück: Es ist weder voll noch stressig im Supermarkt. Allerdings habe ich keinen Plan, was wir heute und morgen kochen bzw. essen wollen und kaufe etwas planlos ein. Als ich wieder da bin, ist es schon fast Zeit für die #CorotäneKneipe. Gut, dass es heute Antipasti und so gibt.

Als der RB nach der Arbeit nach Hause dazu kommt, müssen wir „weiterarbeiten“: Er hat drei Weine zum Verkosten mitgebracht. Was soll ich sagen?! Wein ist heimtückisch. Solange ich sitze, geht das läuft der ganz gut, aber sobald ich aufstehe, kommt ab einem gewissen Pegel der kleine Mann mit dem Holzhammer. Und so schaffte ich es irgendwann nicht mehr zurück vor den Bildschirm, sondern legte ich in Bett. In voller Montur.

Immerhin habe ich es noch geschafft, den Wecker auszustellen, bevor ich komatös einschlief***

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* nicht…

** Ich werde was machen (müssen), damit sich nächste Woche nicht alles ballt und stapelt.

*** War wohl nötig.

 

Abschottung, Tag 67

Abschottung, Tag 67

(Uiuiui, es geht auf die 70 zu. Vielleicht sollte ich mal wieder ins Büro, um das Zählen zu unterbrechen.)

Das Kind hat heute Unterricht in der Frühschicht. Also klingelt der Wecker wieder vor 8h00. Ich begleite das Kind damit es pünktlich aus dem Haus kommt. Dann lege ich mich nochmal hin und werde langsam wach. Dann gehe ich an den Rechner und arbeite quasi bis 18h30 durch. Sehr produktiv.

Highlight zwischendurch: Scott geht baden.

Dann kümmere ich mich ums Abendessen: vegetarische Köttbullar.

Das Kind fand die Konsistenz (bohnenmehlig) nicht so toll. Der RB und ich sind begeistert.

Während der RB noch was für den Laden macht, mache ich noch Kleinkram für den Job. Dann muss das Kind ins Bett. Känguruchroniken sind mittlerweile obligat und lustig.

Halbwegs früh – nach Tatort (Nachgucken) – geht es ins Bett.

Abschottung, Tag 66

Abschottung, Tag 66

Meine Einschlafrituale gehen mir zunehmend auf den Keks: hinlegen, lesen, aufstehen für Toilette, hinlegen, lesen, kalte Füße, aufstehen für Wärmflasche und Toilette, hinlegen, was Entspannendes hören. Dauert in der Regel anderthalb bis zwei Stunden. Und es nervt!

Seit Beginn der Abschottung steht der Wecker erstmals wieder kauf weit vor 8h00. Das Kind muss nämlich um 8h00 beim Kieferorthopäden sein. Ich unterstütze ihn beim Fertigmachen. Hin geht er allerdings alleine. Ich muss mich nochmal ins Bett legen, daher melde ich mich im Büro erstmal unpässlich. Das Kind lässt mich quasi schlafen, als er wiederkommt. Dass er die Hyrax und die Brackets los ist, zeigt er mir erst als ich wieder unter den Lebenden bin.

Es ist krass, was sich im vergangenen Dreivierteljahr getan hat.

Abgesehen vom Stundenmachen gestern Abend habe ich den Arbeitsrechner seit Freitagnachmittag nicht geöffnet. Zusammen mit der Wanderung ist das meinem Arbeitsflow höchst zuträglich. Am Nachmittag kann ich mich zum Arbeiten auf den Balkon setzen. Das tut auch gut. Das Kind fährt zum Rugby-Training. Irgendwann ist es dann aber auch spät. Weil es nicht mehr lang zum Online-Tasting vom RB ist, setze ich Kartoffeln auf und mache die Grie Soß.

Hach, Grie Soß geht immer. Grie Soß macht glücklich.

Während der RB sein Online-Tasting hat, erstelle ich einen virtuellen Spaziergang von der vorletzten Wanderung für meine Eltern.

Ich mag es, dem RB bei der Arbeit zuzuhören.

Das Kind geht früher als sonst ins Bett. Morgen muss er um 8h15 in der Schule sein. Känguruchroniken lesen wir dennoch ein bisschen weiter.

Abschottung, Tag 65

Abschottung, Tag 65

Seit letzter Woche besteht ein Wanderbeschluss für heute, naja, für dieses Wochenende, aber da wir gestern nicht konnten, weil wir ausschlafen und einkaufen mussten und auch sonst keine Lust auf Hetzerei hatten, also heute. Gestern hatte ich vorgegeben, dass wir um 12h00 losfahren.

Der RB und das Kind sind schon wach. Ich bekomme einen Tee ans Bett gebracht. Es wird versucht zu kuscheln, aber besser wir stehen auf und frühstücken. Ausreichend. Dann darf das Kind Maus gucken, damit es uns nicht um die Füße wuselt, während wir das Proviant in die Rucksäcke verteilen. 12h30 fahren wir los. Das Kind nölt schon die ganze Zeit, dass er keine Lust habe. Und auch wenn er jetzt wieder Training im Rugby-Club hat (so richtiges Rugbytraining ist es ja nicht), ist das trotzdem nicht genug Bewegung. Einmal pro Woche gehen wir zusammen raus. Basta. Wir fahren mit dem Auto nach Büdingen. Ich war noch nie in Büdingen. Ich mag Covid19 unter diesem Aspekt: Wir lernen echt viel von der Gegend kennen. Ich liebe ja auch diese hr-Sendungen, in denen immer die 10 irgendwas in Hessen vorgestellt werden. Wenn dieses Bundesland Meer hätte, wäre es perfekt, aber auch so denke ich, dass ich hier problemlos ein Jahr lang Urlaub machen kann.

In Büdingen finden wir direkt einen Parkplatz und ich denke: Ach, durchaus pittoresk, das Städtchen.

Aber wir sind nicht zum Sightseeing hier, sondern zum Wandern. Erste Empfehlung von Else: Der wilde Stein.

Während das Gekraxel über den Wilden Stein für das Kind noch ok ist, fängt beim nachfolgenden leichten Aufstieg das Genöle vom Kind wieder an. Die Schuhe sind zu warm, der Weg zu uneben, die Sonne zu heiß und überhaupt hat er ja gar keine Lust gehabt, mit uns mitzugehen. Nach noch nicht einmal einem Kilometer insgesamt, denken wir leider nicht nur an das gestrige Geburtstagskind, …

… sondern mir platzt auch der Kragen: Ich habe keine Lust, mir die Wanderung vom Kind vermiesen zu lassen. Ich gebe ihm sehr laut zu verstehen, dass er zurück zum Auto gehen und da auf uns warten soll. Als er nicht umdrehen will, drehe ich um und stapfe wütend von dannen. Das Kind heult, der RB kommentiert. Ist mir egal. Ich gehe jetzt. Ich berate mich mit Else und biege auf den Parallelweg zur eigentlichen Route ein. Wütend stapfe ich mit 7 km/h vor mich hin. Nach 500 Metern höre ich das Kind hinter mir heulen. Er entschuldigt sich weinend. Ich bin immer noch wütend und schicke ihn zurück. Er geht nicht und weint weiter. Ich herrsche ihn sehr unpädagogisch an, dass er aufhören soll zu plärren. Ich merke, wie mein Ärger ganz langsam verraucht, gehe aber langsam weiter. Vom RB weit und breit nichts zu sehen. Ich bin gerade dabei, das Kind retour zu schicken, um den RB zu suchen, da kommt dieser aus den Wiesen. Also stapfe ich weiter die 8%ige Steigung vor uns in einem Affentempo hoch. Dann habe ich aber auch keine Energie mehr wütend zu sein und wir können unsere Wanderung fortsetzen. Die restlichen 13 Kilometer sind wirklich gut.

(Nicht im Bild: Die Rehe, die unseren Weg kreuzten. Als ich sie sah, legte ich dem Kind die Hand auf den Mund, machte „psst“. Aber es nützte nichts, dass er sich nicht doch erschreckte und aufkiekste.)

Natürlich darf das Kind mal jammern, wenn es steil ist und immer nur bergauf geht. Und ich nehme ihm dann auch den Rucksack ab, damit er den nicht auch noch schleppen muss. Aus der letzten Wanderung hatten wir gelernt und genug Proviant eingepackt: Bei Kilometer 6 gibt es daher eine Kuchenpause und am Büdinger Steinbruch freuen wir uns über unsere Burger. Die allerletzten Kilometer sind wie immer etwas mühsam für uns alle und es tut gut, als wir im Auto sitzen.

Da wir nach dem Wandern nicht mehr kochen wollen, überlegen wir auf der Rückfahrt, was wir bestellen. Das Kind möchte Sushi. Ich bin unentschlossen. Dem RB ist nach Lasagne. Zu Hause bestelle ich Sushi für das Kind und mich. Der RB bleibt ohne Lasagne, weil der Italienener seines Vertrauens sonntags Ruhetag hat. Nach einem lärischen Moment seinerseits, den ich nutze, um das Sushi zu holen, geht er auch schnell, um sich was zu essen zu besorgen. Ein Hoch auf die Großstadt.

Das Kind muss heute mal früher ins Bett, da er morgen um 8h00 Hyrax und Brackets entfernt bekommen soll.

Abschottung, Tag 64

Abschottung, Tag 64

Ich bin empfindlich und dünnhäutig. Viele in meinem Umfeld sind empfindlich und dünnhäutig. Die Pandemie macht viel mit uns allen. Und ich bin schon froh, dass in meinem unmittelbaren Umfeld keine Aluhutträgerinnen und Verschwörungstheoretikerinnen sind (vom Kv mal abgesehen).

Ich bin so genervt von der Situation hier in Deutschland. Trotz okayer Zahlen läuft hier einfach viel zu viel falsch. Im Umgang mit der Pandemie und darüber hinaus auch generell. Mich kotzt hier vieles an. Aber ich lebe hier. Ich will nicht sagen, dass ich keine andere Wahl hätte, aber so auf den ersten, zweiten und dritten Blick wüsste ich erstmal nicht, wo ich leben und arbeiten könnte. Tja, also muss ich mit der Scheiße hier leben. Und verbunden mit meiner Dünnhäutigkeit reagiere ich gerade sehr empfindlich, wenn immer wieder von außen gesagt wird, was in D alles falsch läuft und in allen anderen Ländern so viel besser. Ja, toll, super. Das nützt uns hier halt nichts, weil die, die Entscheidungen aka Politik machen, nicht unbedingt Twitter lesen und auch nicht wirklich die gesamte Gesellschaft im Blick hat. Und ich möchte darüber nicht mit Menschen aneinander geraten, die ich mag.

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Ausschlafen konnte ich nicht wirklich, denn ich hatte die Waschmaschine programmiert und gegen 9h00 schleuderte die. Das Kind kam um – haha – den Dreh zu mir. Er kuschelte. Naja, was er so kuscheln nennt (da kommt er wohl doch etwas nach mir). Lang hielt es nicht, dann ging er und machte mir Tee. Ich durfte Tee trinken und ihm dabei Känguruchroniken vorzulesen. Als der RB wach wurde und dazu kam, machte das Kind Kaffee für ihn. Wir machten die Einkaufsliste. Dann schickte ich das Kind los, um die bestellten Avatar-Comics beim Dorfbuchladen abzuholen. 30 Minuten ohne Kind. Kennen wir ja gar nicht mehr.

Als das Kind wieder da war, gingen der RB und ich einkaufen. Zunächst auf dem Markt. Als der RB Kaffee kaufte, war ich kurz versucht, die neue Freiheit zu testen: Uns beim Café draußen hinzusetzen und einen Kaffee zu trinken. Aber puh, das Prozedere war es mir nicht wert. Nach einem kurzen Abstecher nach Hause gingen wir noch zum Supermarkt und dann war es auch endlich Zeit für Kaffee und Kuchen.

… und Obst.

Gestärkt setzte ich Bunteig an, kümmerte mich um e-Mails, ärgerte mich, machte Coleslaw, versorgte den Bunteig, recherchierte ein Eierlikörkuchenrezept (nein, ein Kuchen ohne Eierlikör drin, wird nicht zum Eierlikörkuchen, wenn ich Eierlikör drüber kippe), formte Buns, ließ den Kuchenteig rühren und schnitt Rhabarber.

Der RB kümmerte sich um die Patties und Herrn Weber…

Als Nachtisch spielten wir zu dritt. Zum Insbettbringen las ich noch vor. Der RB und ich versuchten, uns danach auf einen Film zu einigen.

Abschottung, Tag 63

Abschottung, Tag 63

Erwartungsgemäß war die Nacht zu kurz, dennoch musste ich um 10h00 telefonieren. Ach, ich mag die Kundin. Wir verstehen uns gut. Dann dies, das und jenes gemacht. Meine To-Do-Liste sortiert. Hier was nachgearbeitet, da was geklärt. Und dann war es 15h00 und mein Kopf streikte.

Ich ging auf den Balkon und freute mich über Babyäpfel und -trauben und sorgte mich um den Hibiskus.

Dann ging ich duschen, zog mal wieder Rock an, schminkte mich und ging – endlich – Dinge im dm kaufen, die ich der Freundin ins Paket stecken sollte.

Der Platz im Dorf war voll. Die Cafés hatten wieder richtig auf und den Platz mit Tischen voll gestellt. Ich muss mir sagen, dass das ok ist. Dass gerade dieses Draußensitzen ok ist. Dass unsere Prävalenz und Inzidenz derzeit wirklich recht gering sind. Seit elf Wochen (und das Jahr ist erst 20 Wochen alt) bin ich im HomeOffice und damit auch in der Abschottung. Ich muss aktiv aus der Wunderlichkeit und Normalität leben (lassen), sonst wird das auf Dauer ungesund.

Wieder zu Hause gab es Kaffee und Kuchen. Dann musste ich schlafen. Der RB kochte mal wieder. Und schwubbs, war es Zeit für die CorotäneKneipe.