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Kategorie: Paaartyyy

Nachträglich

Nachträglich

Das Kind hat ja das „Pech“, im Juni Geburtstag zu haben. Pech deswegen, weil der Termin mit den frühen Sommerferien in Hessen und diversen Feiertagen kollodiert. Schon letztes Jahr haben wir den Geburtstag erst nach den Ferien nachgefeiert.

Dieses Jahr haben wir hin und her überlegt, aber der Tag selbst ging nicht, zumal der Kv da war, am Wochenende danach auch nicht. Dann kam HappyKadaver Fronleichnam mit Brückentag (eine Woche vor Ferienbeginn… Das verstehe wer will.) und dann fingen auch schon die Ferien an.

Nun kam erschwerend noch dazu, dass der Schulwechsel ansteht. Die Kids verstreuen sich in alle Winde. Das Kind fürchtet um seine Freundschaften.

In den Ferien Geburtstag zu feiern ist allerdings immer schwierig. Irgendwer ist ja dann doch immer gerade im Urlaub (ja klar, während der Schulzeit können auch nicht immer alle).

Dann dachte ich: Aber hey, am letzten Ferienwochenende sollten die meisten wieder da sein. Außerdem ist es ein schöner Zeitpunkt, dass sie sich nochmal sehen, bevor das Neue losgeht. Das Kind fand die Idee auch gut.

Auch fand er die Idee gut, dass wir zum Flughafen fahren.

Und da waren wir heute. Und es war gut. Es war interessant. Es war spannend.

Zwischendrin dachte ich, mein Timing sei mehr als großzügig und hatte Angst, dass Leerlauf entstünde

13h30 – 14h00 Die Gäste treffen ein. Erstmals seit zwei Jahren sind auch wieder Mädchen dabei. Ich begrüße jedes Kind an der Tür mit einem Ticket.

Die Kids stoßen mit Kinder-Sekt an, das Kind packt Geschenke aus.

14h00 – 14h30 Stärkung mit Muffins.

14h30 – 14h45 Aufbruch, Gang zu U-Bahn

14h50 – 15h25 Fahrt zum Flughafen

15h25 – 16h00 Fahrt mit der SkyLine, Besucherterrasse, Raumstation

16h00 – 16h10 Weg zum Tour-Treffpunkt

16h20 – 16h30 Tour-CheckIn mit Random-Sicherheitskontrolle

16h30 – 17h15 Starter-Tour übers Vorfeld

17h17 Auf die Frage: „Wollt ih noch was angucken oder sollen wir nach Hause?“ Kam unisono und recht erschöpft: „Nach Hause.“ Also zur S-Bahn.

17h30 – 18h05 Rückfahrt

18h05 – 18h25 Die Kids unterzuckern spielen leicht überdreht, während der RB und ich alles für die Sandwiches zum Selberbauen vorbereiten.

18h25 – 19h00 Essen

Neben Sandwiches gab es auch Flugzeugnudelsalat.

19h00 – 19h30 freies Spiel

Ab 19h30 trudeln nach und nach die Eltern ein. Es wird noch ein Wein zusammen getrunken, die Kids haben noch Spaß miteinander. Um 20h30 haben wir dann aber auch die letzten verabschiedet.

Ruhe.

Ich bin froh, dass ich diesmal keine Spiele vorbereitet habe. Dazu war nämlich gar keine Zeit. Auch kamen die Kids nicht dazu, meine liebevoll ausgearbeitete Ralley zum Flughafen zu bearbeiten. (Wer Bedarf hat, kann sich gerne melden.) Aber da sie keine Langeweile hatten, war das völlig ok.

Dem Kind tat es auf jeden Fall gut, nochmal seine bisherige Peer group zu sehen. Und die Feier hat alles Spaß gemacht.

Nicht ohne Schutzbrille

Nicht ohne Schutzbrille

Yeah! Puhh! Jippiiieee! Geschafft! *seufz* – So habe ich mich gestern abend gefühlt, als nur noch der mini-monsieur, Mary Poppins und ich am Tisch saßen und Pizza aßen. Das war so gegen 20h00. Die Gäste vom mini-monsieur waren vor über einer Stunde gegangen. Gegangen nach sehr kurzweiligen und für die Kinder sehr spannenden vier Stunden.

Wer mit auf twitter oder ig folgt, weiß, dass ich bis zum Vortag noch gezittert hatte, ob ich wirklich alle Versuche durchführen kann. Waren für zwei der zehn vorgesehenen doch böseböse Chemikalien nötig. Die Apotheke – ja, ich war nur in einer, weil ich einfach keine Zeit hatte, diverse Apotheken im Viertel oder gar der Stadt abzuklappern – konnte mir nur einen Bruchteil der benötigten Chemikalien besorgen.

Aber ich hatte doch schon das benötigte Labormaterial besorgt. Das musste also irgendwie gehen.* Und nach meinem Hilferuf auf fb war ich meinem Plan wieder deutlich näher. Nur dass natürlich Mittwochnacht-Bestellungen bei Post-Streik eher suboptimal sind. Aber Freitag (!) war alles da, sodass ich nachts noch testete. Yeah!

Am Samstag waren nur noch ein paar kleine letzte Vorbereitungen – Törtchen, Melone, Eismasse, Spritzen aufziehen, Ammoniak verdünnen – zu machen und so waren wir eine Stunde vor Einladung bereit. Und während die Regenwolken über uns hinwegzogen und es auch immer wieder nass wurde, war ich sehr froh, einen Indoor-Geburtstag geplant zu haben.

Die kleinen Forscher kamen ziemlich pünktlich. Da unter den Kindern zwei dabei waren, die noch nie beim mini-monsieur waren, habe ich sie erstmal spielen lassen.

Vermutlich hätten sie auch einfach den ganzen Nachmittag getobt, aber als ich sie nach 20 Minuten fragte, ob sie Lust aufs erste Experiment hatten, hätten sie mich fast umgerannt. Und wie schon im letzten Jahr habe ich auch bewusst nicht mit Kuchen essen angefangen.

Bevor es losging, bekamen sie eine Laboreinweisung:

  • Mit behandschuhten Händen nicht sich oder wem anders ins Gesicht langen.
  • Ich bin Buck. Also alles hört auf mein Kommando.
  • Es wird nichts, mit dem wir experimentieren, in den Mund genommen.
  • Es geht den ganzen Nachmittag nicht um Wettbewerb, sondern ums Beobachten, Staunen, Mitmachen. Es kann keiner gewinnen!

Eifriges Nicken, kein Gerangel. Als alle sitzen, verteile ich Petrischalen und Pipetten für den Apfelversuch.

Jedes Kind bekam einen andere Apfelsorte. Aus jedem wurden zwei Schnitze geschnitten, die sie dann in die Petrischale legen sollten. Ein Schnitz blieb unbehandelt, auf den anderen sollten sie Zitronensaft träufeln. Dann wurden sie hingestellt, um zu gucken, was im Laufe des Tages damit passiert.

Da es gerade nicht regnete, beschloss ich Experiment zwei und drei zu tauschen, da wir für das eine Sonne brauchten. Also erstmal Zauberpapier aka Cyanotypie (danke an Frau DrehumdieBolzenIngenieur für die Idee).

 

Und während die blauen Bilder trockneten, waren wir auch schon bei Versuch 3. Einer der Versuche, für die ich die bösen Chemikalien brauchte: der Chemische Garten.

Die Fast-Schulkinder waren aber sehr konzentriert bei der Sache. Es gab weder ein Hauen und Stechen mit den Pinzetten, noch haben sie mit den Metallsalz-Kristallen eine Schneeballschlacht begonnen. Stattdessen bestückte jedes Kind eifrig und gespannt sein Glas mit verdünntem Natronwasserglas mit jeweils einem der drei verschiedenen Kristalle. Erfreulicherweise passierte in ihren Gläsern schneller was, als in meinem am Vorabend beim Testen.

Dann wollten sie erstmal das Kinderzimmer verwüsten spielen. Außerdem kam just Mary Poppins und so konnten wir in Ruhe das nächste Experiment vorbereiten.

Kurz bevor das Spiel zu kippen drohte wegen Unterzuckerung, fragte ich ins Kinderzimmer, ob sie denn Eis wollen. Einmal mehr war ich froh, dass es nur sechs Kinder waren, denn wie laut hätten wohl noch mehr Kinder „JAAAAA“ gebrüllt. 🙂 Dass sie das Eis allerdings selbst machen sollten, hatten sie nicht erwartet.

Als sich aber erwartungsgemäß nicht so viel tat, streute ich Spezial-Pulver (aka Salz) auf die Eiswürfel.

Und siehe da, es wurde langsam fester. Sehr langsam und wir stellten das Eis beiseite und gingen zum Kuchenessen über. Aber einfach so geht das natürlich nicht bei einer Experimente-Feier. Es gab also Kuchen mit Effekt.

Und dann wurde erstmal gegessen. Neben den Muffins Vulkanen gab es noch Erdbeer-Törtchen, Erdbeeren pur und Melone. Mehr braucht es wirklich nicht.

Als alle gesättigt waren, ging der mini-monsieur seine Geschenke auspacken. Aber so richtig bei der Sache war er nicht. (Ganz ehrlich: Wenn die Kinder nicht schon so blöd drauf konditioniert wären, dann würde ich gerne sagen: „Nichts schenken. Das Kinderzimmer ist voll.“)

Daher rief ich zum nächsten Experiment: Chromatographie. Wir wollten also gucken, aus welchen Farben wohl die einzelnen Stiftfarben – gelb, orange, rot, blau, rosa, violett, grün, schwarz, silber und gold – bestehen.

Und weil wir gerade so bei Stift und Papier waren, schob ich den Versuch mit der Zaubertinte*** hinterher. Mit der hellblauen Zaubertinte malten alle unsichbare Bilder auf ihr Blatt.

Die in einer geheimnisvollen Kiste*** auf dem Balkon (so geheimnisvoll, dass es kein Bild davon gibt) entwickelt haben. Soweit es eben ging. Allerdings hat das nicht ganz so geklappt. Ich vermute mal, dass die Zaubertinte zu niedrig konzentriert war.

Als nächstes versuchten wir, Luftballons ohne Pusten aufzublasen. Das soll gehen?! Wir gingen auf den Balkon mit Erlenmeyerkolben, Trockenhefe, Backpulver, Natron, Essig, warmem Wasser und Zucker.

Jetzt wissen die Kinder also, warum man Backpulver, Natron oder (Trocken-)Hefe beim Backen braucht. Und dass die Hefe etwas länger braucht, weil sie es gern kuschelig und süß mag, und dann (gewissermaßen) pupst.

Mittlerweile war es schon 17h30. Also noch eine Stunde bis zum Abholen. Nach Hunger sahen die Kinder nicht aus (also keine Pizza), also lieber noch ein letztes Experiment. Aus vorgeschnittenen Teilen und einer Filmdose fertigte sich jedes Kind eine Rakete an, die wir dann zum krönenden Abschluss und tatsächlich mit einem kleinen Knall haben fliegen lassen.

Nach ein paar Starts zur allgemeinen Belustigung, gab es noch eine Runde Eis, das nun endlich gefroren war. Dann spielten die Kinder noch friedlich bis die ersten Eltern pünktlich kamen und versuchten, das richtige Kind mit den richtigen Schuhen wieder einzusammeln. Zum Abschied gab es noch die (leider) obligatorische**** Mitgebsel-TüteBox mit:

  • eine Lego-Forscherfigur
  • Ahoi-Brause
  • Seifenblasen*****
  • bisschen Süßkram
  • Cyanotypie-Bild
  • Zaubertinten-Bild
  • Chromatographie-Blatt
  • Spritze

Und dann war Ruhe. Nur ein strahlender mini-monsieur erinnerte daran, dass es wohl eine sehr spannende und spaßige Angelegenheit war. Und dass es genau richtig war, keine Wettbewerbsspiele gemacht zu haben. Es dauerte noch eine Weile, bis er endlich schlafen und ich mich danach meinem Bier widmen konnte.

Nächstes Jahr will er übrigens im kleinesten Kreis feiern. Denn er will nach Köln ins Maus-Museum. Und dazu sollen nur der Kumpel, der bald nach Köln zieht, und die (meine) Freundin, in die er schwer verliebt ist und die in Köln wohnt, eingeladen werden. Ich bin gespannt, was daraus wird 🙂

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* Ich hatte sogar den Verlag des Buches angeschrieben und bekam am nächsten Tag eine e-Mail vom Autor höschstpersönlich. Was sollte da noch schief gehen. (Affiliate-Link)

** Schoko = 200 mL (1 Be) Sahne + 9 gut gehäufte Löffel Kakao + 300 mL Milch
Vanille = 200 mL Sahne + 1 Be fertige Vanille-Soße mit Milch auf 500 mL auffüllen

*** Zaubertinte = Kupfersulfat-Lösung; Zauberbox = Schuhkarton mit Schlitz und Ammoniaklösung drin

**** Das gleiche Kind wie im letzten Jahr hat auch dieses Mal schon wieder total danach gejiepert. Ich kann das nicht leiden.

***** Eigentlich war auch noch ein Seifenblasen-Versuch vorgesehen, aber auf den habe ich dann aus Zeitgründen verzichtet.

Aber so echt mit Knall

Aber so echt mit Knall

Schon im Januar hat der mini-monsieur festgelegt, dass das diesjährige Motto seines Geburtstags „Experimente“ sein soll. Und Experimente sind für ihn tatsächlich eher chemische Experimente. Da schlägt doch gleich das naturwisschenschaftliche Mutterherz höher. Allerdings wünscht er sich „Knall und Peng“. Hmmm, wenn’s in der Chemie knallt und pengt, ist ja im Normalfall etwas schief gegangen. Findet er jetzt nicht so knalle (hahaha), aber er vertraut mir, dass ich das schon irgendwie mache.

Ich habe ein Kinder-Experimente-Buch. Meine Mama hat noch mehr, die sie mir zur Verfügung stellt. Aber davon kann man ja nicht genug haben, also bestellte ich noch zwei weitere. Letzlich suchte ich vier Büchern und im web nach geeigneten Versuchen:

Im ersten Schritt habe ich 40 Post-its in den Büchern verteilt. Das ist eindeutig zu viel. Leider. Ich gehe sie noch einmal durch und komme auf 12. Mal schauen. Ich erstelle eine Zutatenliste und habe schließlich zehn Experimente, die ich wirklich gerne mit den Kids machen möchte. Ich tüftele ein bisschen, damit die Reihenfolge auch Sinn macht.

Ich lege eine neue Liste an, auf der ich genau notiere, welche Zutaten, Behälter, Materialien ich für welches Experiment benötige. Dann surfe ich stundenlang durchs Netz und freue mich über Erlenmeyerkolben, Pipetten, Messbecher und vielem mehr. Ich könnte das halbe Netz leerkaufen unter anderem auf diesen Seiten:

Ich bemühe mich, mich aufs Wesentliche zu beschränken. Aber so ein bisschen nach Labor soll es ja schon aussehen.

Handschuhe gibt es selbstverständlich auch.

Nachdem endgültig geklärt ist, wen der mini-monsieur einladen will, habe ich die Einladungskarten gestaltet. Zum Glück habe ich (ja, ich! Das ist meins!) das Lego-Set.

Dabei kommt mir auch die Idee, welche Mitgebsel es geben soll. Ich wühle mich durch das Lego-Ersatzteil-Lager und bestelle Forscher-Körper, Hosen, Köpfe, Haare und Erlenmeyer-Kolben für alle.

Daneben wird es noch Seifenblasen geben, weil es dazu auch einen Versuch geben wird und auch die gute alte, wirklich schwer erhältliche Ahoi-Brause wird eingesetzt. Drei Läden musste ich in Frankfurt abklappern, bis ich welche gefunden habe.

Weitere Materialien habe ich in einem wunderbaren Schreibwaren-Laden gekauft. Dass es sowas noch gibt. *schwärm* Ich hätte den ganzen Tag dort bleiben können. Ich bekam alles, was noch auf meiner Liste stand dort – abgesehen von den Chemikalien.

Die Chemikalien bereiten mir auch gerade sehr Kopfschmerzen. Ich stand heute eine dreiviertel Stunde in einer Apotheke und habe zuerst eine PTA wuschig gemacht (und sie mich: Auf der Liste stand „Parafilm“. Sie: „Das heißt auch Paraffin.“ „Nein, das ist nicht das gleiche.“ „Doch, das heißt nur anders.“ „Nein, ich meine diese Strechfolie zum Verschließen.“ o.O ).Dann hat sich die studierte Pharmazeutin um mich gekümmert. Aber viel konnte sie auch nicht für mich machen. Wenn ich die Chemikalien aber nicht bekomme, dann muss ich Versuch 2 und 8 streichen. Wobei 2 derzeit noch mehr auf der Kippe steht als 8, denn Kupfersulfat habe ich hier und Ammoniak würde mir die Apotheke bestellen. Dann mache ich vielleicht doch den Rotkohl-Versuch.

Und nachdem Mary Poppins heute meinte, dass sie doch kommen könne, kann ich am Samstag vielleicht doch ein paar Fotos machen. Dann gibt’s auch einen Text über die hoffentlich gelungene Party.

Edit: Nachdem ich nun auf fb einen Hilferuf abgesetzt habe, bekam ich den entscheidenden Hinweis*. Man glaubt es kaum: Die meisten fehlenden Chemikalien kann man bei amazon bestellen. Ich bin völlig baff.

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* Und einen tollen Kommentar (nicht von der gleichen Person): „Also es gibt auch viele Experimente, die ohne Chemikalien auskommen und daher besser für Kinder geeignet sind, wie alt ist denn der Sohn?

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