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Kategorie: Paaartyyy

Schnapszahlgeburtstag

Schnapszahlgeburtstag

„Das ist ein toller Geburtstsg“, verkündete das Kind heute bereits am Nachmittag. Und das trotz Pandemie. Denn machen wir uns nix vor: Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Da kann Hessen noch so viel lockern. Außerdem muss nicht alles, was erlaubt ist, auch gemacht bzw. ausgereizt werden. Daher war klar, dass heute keine Leute ins Haus kommen werden. Zumindest nicht physisch.* Dafür aber per Zoom-Meeting. Ab 10h00 war unser virtuelles Wohnzimmer geöffnet und immer wieder guckten Leute rein und gratulierten dem Kind. „So viele Leute sehe ich sonst nie an meinem Geburtstag“, freute sich das Kind. (Danke an alle, die vorbeigeschaut und gratuliert haben. ❤️)

Gefreut hat er sich auch über seine Geschenke. Ich konnte gar nicht richtig damit umgehen, dass er vor Freude darüber geweint hat, dass er in einem Sportmotorflugzeug mitfliegen darf. Aber auch von dem vom RB geschenkten Flugsimulator ist er sehr begeistert. Dazu fand das Kind es sehr lustig, seinen ersten Whisky in die Kamera zu halten, denn zum 1. Schnapszahlgeburtstag muss es Schnaps geben…

Ein 11 Jahre alter Whisky, den das Kind aber erst in 7 Jahren probieren darf.

Ansonsten bestand der Tag – gefühlt – nur aus Essen. Vom Frühstück gingen wir zum Kuchenessen über. Daran schloss sich nahtlos die Burgervorbereitung und deren Genuss an.

Auf Wunsch vom Kind** gab es am Abend noch einen Kinoabend. Zunächst stand die Wahl zwischen „Matrix“ und „Planet der Affen“ . Nach dem Matrix-Trailer wollte das Kind ebendiesen sehen. Nach 20 Minuten brachen wir aber ab*** und wechselten zu „Das Haus der geheimnisvollen Uhren“****.

Das Kind bewertete abschließend den Tag mit 9,99 von 10 Punkten. <3

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* Quasi-Ausnahme war die liebe Nachbarsfamilie, die gegen 10h30 klingelte und an der Tür dem Kind eine gebackene 11 überreichte. So eine tolle Überraschung.

** Am Geburtstag darf das Geburtstagskind natürlich alles bestimmen.

*** Ich hatte nur noch die – damals – total coolen und neuartigen Actionszenen in Erinnerung, aber die Wanzenein- und -auspflanzung sowie die Tankszenen à la HR Giger vergessen.

**** Auch nicht gerade ein Film für zarte Gemüter, aber mehr spannend und weniger ekelig.

Bonustag

Bonustag

Ob diese Jahr wirklich einen Extratag braucht, wird sich noch zeigen. Überzeugt bin ich nach den ersten beiden Monaten nicht. Mal sehen, wie das alles noch weitergeht.

Vermutlich war es daher keine so schlechte Idee erstmal bis 12h00 im Bett zu bleiben, den Wochen- und NICHT Hamstereinkauf (Markt, Drogerie, Supermarkt) zu erledigen, mich mit dem Kind heftig zu fetzen, um dann doch zu dritt zur Eröffnug von 57Nord zu fahren: Der RB wollte nach nur kurzer Zeit weiter und das Kind wollte zum Schluss nicht mehr weg…

Freizeitstress

Freizeitstress

Länger geschlafen als geplant.

Eine Stunde gruppengewresteltkuschelt.

Wochenplanung gemacht. Markt und Supermarkt.

Auf unserem Markt gibt es einen Kräuter- und Gewürzstand. Dort besorgte ich Wacholder, Hibiskus und Süßholz für einen ersten Tee-Versuch. (Ingwer soll auch rein, aber den hole ich frisch.) Petroleum haben wir zum wiederholten Male vergessen

Die Haare vom RB mussten noch rasiert werden. Geduscht haben wir auch noch. Das Kind wollte sich nicht vom Tablet lösen. Dennoch nur ein halbe Stunde zu später als gewollt bei „Lautstark gegen Rechts“.

Es ist toll, welchen Zuspruch das Kind dafür bekommt anders zu sein – also anders als viele Kinder in seinem Alter. Obwohl er bei solchen Events ja eigentlich nicht anders ist. Aber dennoch wird es von den Erwachsenen honoriert, dass er dabei ist, dass er die Musik (noch?) gut findet, dass er tanzt und auch dass er sich mit Doc’s, Braces und Polo sehr eindeutig präsentiert. (Ich finde ja auch, dass der midi-Skin sehr niedlich ist.)

2 von 4 gehörten Bands für gut befunden. Bei Band 5 gegangen, da a) das nächste Event rief, b) das Kind unleidlich zu werden drohte und c) recht klar war, dass Band 5 und 6 nicht so ganz unsers sind.
Beim Kind verarzten ist mir die Hose gerissen.

Tschüss, geliebte schwarze Jeans.

S-Bahn verpasst, Taxi genommen. Gegessen, umgezogen, das Kind mit Internet versorgt und dann nur noch zu zweit weiter.

Es ist schon toll, wie einfach eine mit dem ÖPNV auch nachts noch durch Frankfurt kommt.

Gratuliert, getrunken, gequatscht, getanzt.

Eine muss sich nicht lange kennen, um sich verbunden zu fühlen. Und das Schlimmste an einer Depression ist, wenn eine (es weiß und) nichts dagegen unternimmt.

Nachträglich

Nachträglich

Das Kind hat ja das „Pech“, im Juni Geburtstag zu haben. Pech deswegen, weil der Termin mit den frühen Sommerferien in Hessen und diversen Feiertagen kollodiert. Schon letztes Jahr haben wir den Geburtstag erst nach den Ferien nachgefeiert.

Dieses Jahr haben wir hin und her überlegt, aber der Tag selbst ging nicht, zumal der Kv da war, am Wochenende danach auch nicht. Dann kam HappyKadaver Fronleichnam mit Brückentag (eine Woche vor Ferienbeginn… Das verstehe wer will.) und dann fingen auch schon die Ferien an.

Nun kam erschwerend noch dazu, dass der Schulwechsel ansteht. Die Kids verstreuen sich in alle Winde. Das Kind fürchtet um seine Freundschaften.

In den Ferien Geburtstag zu feiern ist allerdings immer schwierig. Irgendwer ist ja dann doch immer gerade im Urlaub (ja klar, während der Schulzeit können auch nicht immer alle).

Dann dachte ich: Aber hey, am letzten Ferienwochenende sollten die meisten wieder da sein. Außerdem ist es ein schöner Zeitpunkt, dass sie sich nochmal sehen, bevor das Neue losgeht. Das Kind fand die Idee auch gut.

Auch fand er die Idee gut, dass wir zum Flughafen fahren.

Und da waren wir heute. Und es war gut. Es war interessant. Es war spannend.

Zwischendrin dachte ich, mein Timing sei mehr als großzügig und hatte Angst, dass Leerlauf entstünde

13h30 – 14h00 Die Gäste treffen ein. Erstmals seit zwei Jahren sind auch wieder Mädchen dabei. Ich begrüße jedes Kind an der Tür mit einem Ticket.

Die Kids stoßen mit Kinder-Sekt an, das Kind packt Geschenke aus.

14h00 – 14h30 Stärkung mit Muffins.

14h30 – 14h45 Aufbruch, Gang zu U-Bahn

14h50 – 15h25 Fahrt zum Flughafen

15h25 – 16h00 Fahrt mit der SkyLine, Besucherterrasse, Raumstation

16h00 – 16h10 Weg zum Tour-Treffpunkt

16h20 – 16h30 Tour-CheckIn mit Random-Sicherheitskontrolle

16h30 – 17h15 Starter-Tour übers Vorfeld

17h17 Auf die Frage: „Wollt ih noch was angucken oder sollen wir nach Hause?“ Kam unisono und recht erschöpft: „Nach Hause.“ Also zur S-Bahn.

17h30 – 18h05 Rückfahrt

18h05 – 18h25 Die Kids unterzuckern spielen leicht überdreht, während der RB und ich alles für die Sandwiches zum Selberbauen vorbereiten.

18h25 – 19h00 Essen

Neben Sandwiches gab es auch Flugzeugnudelsalat.

19h00 – 19h30 freies Spiel

Ab 19h30 trudeln nach und nach die Eltern ein. Es wird noch ein Wein zusammen getrunken, die Kids haben noch Spaß miteinander. Um 20h30 haben wir dann aber auch die letzten verabschiedet.

Ruhe.

Ich bin froh, dass ich diesmal keine Spiele vorbereitet habe. Dazu war nämlich gar keine Zeit. Auch kamen die Kids nicht dazu, meine liebevoll ausgearbeitete Ralley zum Flughafen zu bearbeiten. (Wer Bedarf hat, kann sich gerne melden.) Aber da sie keine Langeweile hatten, war das völlig ok.

Dem Kind tat es auf jeden Fall gut, nochmal seine bisherige Peer group zu sehen. Und die Feier hat alles Spaß gemacht.