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Kategorie: Aha

Tag 95 seit der Abschottung

Tag 95 seit der Abschottung

Heute kam die #CoronaWarnApp. Richtig überzeugt war ich ja bislang nicht. Die absolute Freiwilligkeit macht für mich keinen wirklichen Sinn. Wir sehen doch jetzt schon, wie freiwillig sich die Leute an die echt minimalen Pandemieempfehlungen halten wollen. Wer sich durch Rotzbremse und Abstandhalten in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlt und es nicht als Minimalkonsens für die gesamte Gesellschaft einhalten will, der ist halt nicht zu helfen.

Und für mich dachte ich: „Durch mein persönliches Verhalten komme ich zwar nur wenig unter Leute. Dann trage ich Rotzbremse und halte möglichst Abstand. Aber so aus Prinzip und Solidarität kann die App ruhig im Hintergrund laufen.“ Also habe ich sie heute morgen direkt installiert.

Gegen Mittag stellte ich aber fest, dass mein GPS an ist. Und machte es aus. Denn an’es GPS frisst Akku. Da machte „ping“* und die #CoronaWarnApp sagte:

Ich tauchte in die Einstellungen der App und meines Handys, konnte aber nichts einstellen bzw. genau genommen etwas ausstellen. Genervt twitterte ich

Tschüss, #CoronaWarnApp

Was dann folgte, war ein bisschen lustig, ein bisschen nerviger, aber zum Glück auch in Teilen hilfreich. Und um es kurz zu machen: So wie es derzeit aussieht, scheint bei meiner Android- und Bluetooth-Version in Kombination mit meinem Handy** die für die App erforderliche Standortermittlung zu bedeuten, dass mit Bluetooth auch immer GPS an sein muss.*** Und weil mich das im ersten Moment so nervte, schmiss ich die App direkt vom Handy.****

Ansonsten habe ich so viel gearbeitet, dass ich abends zu spät daran dachte, dass wir was essen müssen. Zum Glück haben so viel im Haus, dass ich problemlos was Leckeres zaubern konnte. Dennoch aßen wir erst, als die virtuellen Türen der #CorotäneKneipe schon aufgingen. Aber die Besucherinnen sind ja schon groß.

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* also nicht wirklich „ping“, denn mein Handy macht keine Geräusche.

** Huawei Mate 20

*** Jaha, ich weiß, dass die App nicht darauf zugreift, aber a) ggf. andere Apps (auch wenn ich das weitestgehend ausgeschaltet habe) und b) halt Akku.

**** Ich habe sie abends aber nochmal installiert und mache sie halt – falls ich dran denke – an, wenn ich draußen unter Leuten bin.

Abschottung, Tag 83

Abschottung, Tag 83

Dieses Internet ist sehr, sehr merkwürdig manchmal. Gestern twitterte ich folgende Begebenheit:

Nicht nur, dass der so viele Likes hats, sondern dass er auch geretweetet wurde – und zwar nur von Menschen, die mir nicht folgen. Außerdem schien er einige Menschen sehr zu triggern – eigene Trennungskindgeschichte, Rosenkrieg. Väterrechtler hatte ich mir zum Glück nicht eingefangen. Aber dennoch führte ich absurde Diskussionen dazu mit Menschen, die ich nicht kenne, die mir nicht folgen, die die Geschichte dahinter nicht kennen. Ich musste halt arbeiten und hatte so leider nur kurz Zeit für Amüsemeng. Aber mal im Ernst: Dinge einfach stehen lassen geht nicht, oder?!

Nun denn. Ich schüttel den Kopf und schmunzel etwas, aber freue mich lieber darüber, dass mein (sic!) Internet im Normalfall super ist. So super, dass das Kind wohl ein supercooles Geschenk zum Geburtstag bekommen wird. Hachz.

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Mein Wecker klingelte um kurz nach 8h00, weil ich vor 9h00 zur Bank musste, damit ich ab 9h00 ausreichend Bargeld für die Zollauslösung habe. Um 8h35 verließ ich das Haus, ging zur Bank, zum Bäcker und war um 8h55 wieder zu Hause. Hoch lebe das Dorf.

Ich arbeitete ab 9h00 bis 16h30 durch. Nur kurz unterbrochen von einem kurzen Frühstück.

Das Kind hatte zwischendurch virtuelles Klassenzimmer. Der RB hatte frei musste nicht in den Laden.

Um 16h30 wollte ich nicht mehr auf dem Computer starren und puzzelte. Ab und an machte der Rechner ein Geräusch und ich guckte oder telefonierte. Der RB ging derweil einkaufen, damit wir ein gesundes und ausgewogenes Mahl zu Abend haben würden. Ob des Wetters wurde es Spaghetti-Bolo, was endlich wieder geht, jetzt wo das Kind keine Hyrax mehr hat.

Nach dem Essen waberte ich zwischen Puzzle und Arbeit noch ein wenig hin und her, las dem Kind vor und guckte mit dem RB die vorletzte Folge von Good Omens.

Vorbeugen ist besser als auf die Füße zu kotzen

Vorbeugen ist besser als auf die Füße zu kotzen

Ich bleibe dabei:

Ich habe mehr Angst vor den Nazis in diesem Land als vor COVID-19.

Die Angst vor Krankheit finde ich eh recht rational, denn entweder kann ich nichts dran ändern oder ich konnte präventiv was machen. Zum Beispiel Impfung, gesund leben, auf Hüschjene Hygiene achten. Und wenn das nicht greift, kann ich halt nichts daran ändern. (Was nicht heißt, dass ich bei schlimmer Männergrippe Erkältung nicht auch hervorragend leiden kann.)

Apropos Hygiene und Corona: Wascht euch die Hände. Gründlich! Und desinfiziert sie gelegentlich. DAS ist nämlich eine der wirksamsten Optionen gegen viel Infektionen – nicht nur Corona.

Bleibt fit!

Gastbeitrag*

Gastbeitrag*

Ich vermute stark, dass heute ein Post zum Thema Erwartungen erwartet wird. Oder zu einem anderen Thema. Wer weiß das schon so genau.

Heute wurden zumindest Erwartungen an mich herangetragen, die ich in ihrer Absolutheit nicht erfüllen kann und will. Die auch – zumindest teilweise – letztlich keinen Sinn machen. Denn würde ich sie erfüllen, würde es etwas in den Fokus rücken, was durch die Erwartungen eigentlich eben aus dem Fokus soll.

Aber nun, ich kam ja nicht dazu, mein Erwartungen zu formulieren:

  • Nachdenken.
  • Weniger reinsteigern.
  • Die Kirche im Dorf lassen.
  • Reflektieren.
  • Den Menschen offen begegnen.
  • Versuchen, Dinge zu verstehen.

Nun sind die Fronten verhärtet.

Das ist sicherlich nicht gut. Aber nicht zu ändern.

Gez. die Krawallschachtel

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* irgendwie

Geht immer

Geht immer

Es ist und bleibt mein liebstes Frankfurter Museum: das Museum für Kommunikation.

Heute spontan hin und in der neuen Sonderausstellung, Neues und Spannendes über e-Mobilität gelernt:

Dann das Kind eine Stunde in der Werkstatt abgegeben und bevor wir wieder nach Hause radelten, noch gestärkt.